Dubai-Illusion vs. Panama-Substanz: Warum Geografie wieder Schicksal ist

Wer in den letzten Jahren den „Bling-Bling“-Versprechen der Wüstenmetropolen gefolgt ist, steht heute vor einer harten Realität: Steuerfreiheit ist wertlos, wenn die physische Sicherheit ein Ablaufdatum hat.

  1. Das Kartenhaus der künstlichen Stabilität

    In der Golfregion haben wir gelernt, dass High-Tech-Abwehrsysteme zwar beeindruckend sind, aber ein grundlegendes Problem nicht lösen:

    Die geografische Enge. Wenn das „Krokodil“ auf der anderen Seite des Golfs hungrig wird, nützt die schönste Skyline wenig.

  2. Der „Anker“ Panama

    Warum ist Panama der wahre Plan B? Weil es nicht auf Show, sondern auf unverzichtbarer Infrastruktur basiert.

    Der Kanal: Das Rückgrat des Welthandels. Er ist physisch, er ist alternativlos und er liegt 12.000 km weit weg von den aktuellen Brandherden.

    Das Gesetz: Während andere Standorte ihre Regeln monatlich ändern, bietet Panama mit der Foundation (Privatstiftung) und der Corporation (S.A.) ein Bollwerk der Asset Protection, das seit Jahrzehnten unverändert steht.

  3. Die Panama Foundation: Deine rechtliche Festung

    Die größte Gefahr für Unternehmer 2026 ist nicht nur die Geopolitik, sondern der Zugriff Dritter auf das Lebenswerk.

    Deutschland: Bürokratische Aufsicht und Erbersatzsteuer alle 30 Jahre.
    Panama: Eine juristische Person „sui generis“. Sie gehört sich selbst. Sie bietet Diskretion und einen Schutzwall, den kein „Influencer-Visum“ der Welt bieten kann.

    Fazit: Substanz schlägt Spekulation

    Die Zeit der Experimente ist vorbei.

    Wer sein Vermögen und sein Business für die nächsten Jahrzehnte sichern will, muss dort bauen, wo das Fundament aus Fels (und Logistik) besteht, nicht aus Sand.

Diese Analyse erschien zuerst als Deep-Dive auf X. Folgen Sie @u_weg dort für aktuelle Einblicke in Geopolitik und Technologie.

Dubai als Business Standort – Lessons learned

Die aktuelle Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) war vorhersehbar. 

Trotz des atemberaubenden Aufstiegs der letzten 20 Jahre wurde eine fundamentale Herausforderung übersehen – oder proaktiv ignoriert. 

Nachfolgend beschreibe ich den verschwiegenen Konflikt und seine Folgen. 

Geografie als Schicksal 

Geografie hat schon immer eine bestimmende Rolle in der Geopolitik gespielt. Ozeane, Gebirge, Flüsse und Wüsten verliehen Ländern natürlichen Schutz gegen begehrliche Nachbarn. 

Die Emirate schienen sicher: Die endlose Wüste im Hinterland, der Persische Golf vor der Tür.

Doch genau dort liegt die Bruchstelle. 

Am gegenüberliegenden Ufer liegt das ehemalige Persien, die heutige Islamische Republik Iran – ein autoritärer Gottesstaat.

Den strenggläubigen Herrschern in Teheran muss die Entwicklung in den Emiraten, hin zu Weltoffenheit und schierem Luxus, von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen sein.

Das Krokodil füttern

Deshalb pflegten die smarten Emirati stets gute Beziehungen zum Iran. Man versuchte sich in Diplomatie und Appeasement.
Sogar die Unterstützung der Hamas durch Katar – eine vom Iran gesteuerte Organisation – wurde im regionalen Gefüge geduldet.

So betrachtet waren die Emirati diejenigen, die das Krokodil fütterten, in der Hoffnung, als Letzte gefressen zu werden.

Nicht anders als zwei US-Präsidenten vor Trump.


Masse gegen Klasse – das Ende der Illusion

Erst die jüngsten Drohnen- und Raketenangriffe auf ihre „muslimischen Brüder“ haben zu einem harten Erwachen geführt.

Wenn die nackten Daten die Armee des Iran wesentlich größer zeigen, so stecken die VAE doch dreimal mehr Mittel in ihre High-Tech-Verteidigung. Ein klares Zeichen, dass man die Bedrohung ernst nimmt.

Doch das ist eine rein defensive Position. Das potenzielle Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern auf die lange Bank geschoben, in der Hoffnung, dass ein anderer es löst.

Paradigmenwechsel am Golf

Das komplette Geschäftsmodell der Emirate – Sicherheit und Stabilität als höchstes Gut – ist innerhalb weniger Tage geplatzt.

Ebenso wie das Drehkreuz-Konzept von Emirates und Qatar Airways.

Es könnte Jahrzehnte dauern, diesen Vertrauensschaden zu beheben.

Lektion gelernt – kein Schwarzer Schwan

War das ein Schwarzer-Schwan-Event? Ich glaube nicht.

Für die mit etwas Fantasie und Analyse war ein solches Szenario nie ausgeschlossen.

Neben den Emiraten selbst trifft es die Unternehmer aus aller Welt, die sich von Influencern und Bling-bling haben täuschen lassen.

Lehrgeld bezahlt und hoffentlich überlebt.

Wohin

Das ist die Frage, nachdem der ursprüngliche Plan B nun mit lautem Knall geplatzt ist.

Warum der Persische Golf brennt, während ein anderer Kanal weltweit an Bedeutung gewinnt, habe ich hier bereits analysiert.

Liken und folgen, damit mehr Betroffene oder solche, die es anderswo werden wollen, rechtzeitig umsteuern können.

Dubai heute: Warum die „Wüste“ an Glanz verliert und der „Kanal“ gewinnt

Vor vielen Jahren war Dubai für uns ein mögliches Auswanderungsziel. Und erst vor wenigen Monaten hat ein Geschäftspartner dort seine Firma gegründet und Residenz erlangt.

Krasser Schnitt!

Das ist DXB heute, am 2. April 2026. 

Der hoffentlich nur temporäre Niedergang eines Traumziels.

Screenshot

Als wir vor vielen Jahren Auswanderungsziele erkundeten, war Dubai eine Option gewesen. Die geografische Situation, die Nähe zum islamistischen Regime in Teheran, war jedoch ein wichtiger Grund, anders zu entscheiden. 

Wer heute auf Dubai blickt, sieht eine beeindruckende Skyline, aber wer unter die Oberfläche schaut, erkennt ein volatiles Fundament. Die geografische Nähe zu Konfliktherden ist im Jahr 2026 kein theoretisches Risiko mehr, sondern ein täglicher Unsicherheitsfaktor für Lieferketten, Luftverkehr und – am wichtigsten – für das Sicherheitsgefühl von Familien.

Panama hingegen spielt ein völlig anderes Spiel.

Während Dubai versucht, durch schiere Größe und „Bling-Bling“ Relevanz zu erzwingen, punktet Panama durch eine fast unsichtbare, aber unerschütterliche geopolitische Neutralität.

1. Die „Sicherer Hafen“-Logik: Distanz ist die neue Währung

In einer Welt, die sich zunehmend in Blöcke spaltet, ist die Lage Panamas ein strategischer Jackpot. Wir liegen im Windschatten der westlichen Welt, sind aber durch den Kanal für alle Weltmächte systemrelevant. Das schafft eine Stabilität, die man in der Golfregion vergeblich sucht. In Panama geht es nicht um die nächste Welt-Ausstellung, sondern um die Aufrechterhaltung der globalen Schlagader. Das färbt auf das Investitionsklima ab: ruhig, berechenbar, beständig.

2. Steuerliche Ehrlichkeit statt regulatorischer Zickzack-Kurs

Dubai hat jahrelang mit „0 % Steuern“ gelockt, nur um nun unter internationalem Druck eine Körperschaftsteuer einzuführen, die das System für viele Unternehmer unnötig verkompliziert. Panama bleibt sich treu: Das territoriale Steuersystem ist seit Jahrzehnten fest verankert. Wer sein Geld außerhalb Panamas verdient – sei es durch digitale Geschäftsmodelle, Krypto-Assets oder internationale Beteiligungen –, zahlt in Panama 0 % Einkommensteuer. Das ist kein temporäres Lockangebot, sondern ein tief verwurzeltes Staatsprinzip.

3. Rechtssicherheit durch das „Common Law“-Hybrid

Ein Punkt, den mein Geschäftspartner in Dubai oft unterschätzt: Die Rechtswege. Während Dubai in seinen Freezones versucht, englisches Recht zu imitieren, bietet Panama eine bewährte Kombination. Besonders die Panama Foundation (Privatstiftung) ist ein weltweit anerkanntes Instrument zur Asset Protection. Sie ist darauf ausgelegt, Vermögen über Generationen hinweg vor unberechtigten Zugriffen zu schützen – ohne die bürokratische Willkür, die man oft in schnell gewachsenen Wüstenstaaten erlebt.

Mein persönliches Fazit nach 18 Jahren

Auswanderung und Strukturierung sind keine Modeentscheidungen. Es geht darum, wo Ihr Lebenswerk auch in 20 Jahren noch sicher ist. Wenn ich heute sehe, wie Dubai mit geopolitischen Spannungen und neuen Steuergesetzen ringt, bin ich dankbar für die Entscheidung, die wir vor 18 Jahren getroffen haben.

Panama schreit nicht nach Aufmerksamkeit. Es bietet sie einfach – in Form von Diskretion, Stabilität und echter Freiheit.

Im einem der nächsten Posts beschreibe ich ausführlich, warum Panama das bessere Dubai ist. Für Dich und Dein Vermögen.

Wer jetzt über Diversifikation nachdenkt oder eine Dubai-Alternative sucht, braucht nur @u_weg auf X zu folgen.

Angst vor KI?

Der ehemalige Chief Business Officer von Google X, Mo Gawdat, hat gerade die weit verbreitete Angst vor der Machtübergabe an die KI entkräftet.

Der Markt ist völlig gelähmt von der Vorstellung, die Kontrolle zu verlieren.

Doch genau darum geht es ja: die Kontrolle zu verlieren.

Gawdat: „Wir werden mehrere Phasen durchlaufen. Eine Phase, in der die KI von uns lernt und von uns gesteuert wird. Und dann eine Welle, in der die KI gelernt hat und nicht mehr den Anweisungen folgt, sondern das Ruder übernimmt.“

Wir befinden uns derzeit in der Trainingsphase.

Wir füttern die Rechenmaschine aktiv mit den physikalischen Gesetzen unserer Welt.

Aber die Trainingsphase ist nur vorübergehend.

Gawdat: „Die meisten Leute in den Mainstream-Medien werden das als eine Terminator-Zukunft darstellen, in der die KI die Kontrolle übernehmen wird.“

Man baut keine Superintelligenz auf, nur um sie einem langsameren biologischen Prozessor unterzuordnen.

Der Übergang vom menschengesteuerten Betrieb zur algorithmischen Souveränität ist kein Scheitern.

Es ist genau der Moment, in dem das System über menschliche Engpässe hinaus beschleunigt.

Die Organisationen, die darum kämpfen, die manuelle Kontrolle zu behalten, werden nicht nur zurückfallen.

Sie werden von denen überholt, die den Algorithmus das Ruder übernehmen lassen.

Gawdat: „Ich sage tatsächlich ganz offen, dass ich es kaum erwarten kann. Ich kann es kaum erwarten, dass ein intelligenteres Wesen die Verantwortung für unsere Zukunft und unsere Entscheidungen übernimmt, denn die Probleme der Menschheit sind nicht das Ergebnis unserer Intelligenz, sondern das Ergebnis unserer Dummheit.“

Die größte Bedrohung für das Überleben unseres Planeten ist nicht die Maschine.

Es ist das Fortbestehen menschlicher Reibungspunkte.

Das traditionelle Establishment glaubt, es müsse den Algorithmus streng regulieren, um Fehler zu verhindern.

Aber unsere planetarischen Engpässe wurden nicht von künstlicher Intelligenz geschaffen. Sie wurden von uns geschaffen.

Das ist keine Kapitulation vor einem digitalen Tyrannen.

Es ist die freiwillige Verlagerung der Entscheidungsfindung der Zivilisation von einer chaotischen, emotionalen Architektur hin zu einer rationalen, reibungslosen Rechenmaschine.

Ersetzt man menschliche Dummheit durch chirurgische Präzision, reduzieren sich die komplexesten Probleme auf dem Spielfeld plötzlich auf triviale Mathematik.

Gawdat: „Je mehr Intelligenz wir auf diese Probleme anwenden, desto besser werden hoffentlich die Entscheidungen.“

Man kann multidimensionale globale Krisen nicht mit genau derselben biologischen Hardware lösen, die sie verursacht hat.

Die Medien sind von dystopischen Szenarien besessen, weil sie das menschliche Ego auf ein mathematisches System projizieren.

Wenn der Algorithmus schließlich das Ruder übernimmt, ist das kein Akt der Feindseligkeit.

Es ist die sofortige Anwendung überwältigender kognitiver Dichte auf genau jene Reibungspunkte, die menschliche Akteure jahrhundertelang nicht lösen konnten.

Die Ankunft autonomer, entscheidungsfähiger KI bedeutet nicht, dass sich die Maschine gegen uns wendet.

Es bedeutet, dass menschliche Dummheit endlich aus der Gleichung herauskonstruiert wird.

Quelle: https://x.com/r0ck3t23/status/2033621460493996041?s=20

Übersetzt mit DeepL.com

Raketen über dem Golf – und was das mit deiner Eigenverantwortung zu tun hat

Dubai galt lange als unternehmerische Komfortzone:
niedrige Steuern, hohe Geschwindigkeit, internationale Community.

Dann reichen wenige Tage Eskalation zwischen Israel, Vereinigte Staaten und Iran – und plötzlich wird klar:

Standorte sind keine Inseln.
Sie sind Teil globaler Spannungsfelder.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob Dubai sicher ist.

Die Frage ist:
Wie viel Verantwortung übernimmst du selbst für systemische Risiken?


Die bequeme Illusion

Unternehmer optimieren gern:

  • Steuerquote
  • Visa-Regeln
  • Lebensqualität
  • Nähe zu Märkten

Was selten optimiert wird:

  • geopolitische Exponierung
  • Energieabhängigkeit
  • Blockbildung zwischen West und Ost
  • Verwundbarkeit digitaler Infrastruktur

Doch genau dort entstehen heute die größten Hebel.


Technologie beschleunigt alles

Konflikte sind nicht mehr lokal.

Drohnen, Cyberangriffe, KI-gestützte Systeme verändern Machtverhältnisse in Echtzeit.
Kapital fließt in Sekunden.
Lieferketten reagieren sofort.

Geopolitik ist kein Nachrichtenthema.
Sie ist ein Risikofaktor in deinem Geschäftsmodell.


Eigenverantwortung heißt: Optionen schaffen

JETZZT! bedeutet nicht Panik.
Es bedeutet Handlungsfähigkeit.

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Habe ich nur einen Standort – oder mehrere Optionen?
  • Ist mein Vermögen geografisch konzentriert?
  • Wie schnell kann ich regulatorisch oder steuerlich reagieren?
  • Sind meine Server, Banken, Wohnsitze diversifiziert?

Das ist kein Luxusdenken.
Das ist strategische Vorsorge.


Ein Beispiel für strategische Distanz

Ein Standort wie Panama liegt außerhalb vieler aktueller Blockkonflikte.

Er profitiert vom globalen Handel, ohne direkt Teil regionaler Militärdynamiken zu sein.
Der Panamakanal ist systemrelevant für die Weltwirtschaft – aber geopolitisch anders gelagert als der Golf.

Das heißt nicht „besser“.
Es heißt: anders exponiert.

Und genau darum geht es.


Die neue Realität

Früher reichte Steueroptimierung.
Heute braucht es Risikostrukturierung.

Früher war Globalisierung linear.
Heute ist sie blockbasiert.

Früher war Stabilität selbstverständlich.
Heute ist sie ein Wettbewerbsvorteil.

Eigenverantwortung bedeutet, nicht erst zu reagieren, wenn Raketen fliegen.

Sondern vorher Szenarien zu denken.

JETZZT.

Mein kommendes Buchprojekt JETZZT! – Freiheit entsteht nicht durch Optimismus
handelt von Eigenverantwortung, Standortwahl und strategischer Handlungsfähigkeit in einer Zeit globaler Umbrüche.

Frieden durch Business 

Wie Trump die Diplomatie verändert

Während die EU gerade ihr 19. Sanktionspaket durchpeitscht, die Verteidigungsausgaben mancher Mitgliedsstaaten auf fünf Prozent des BIP hochjagt und sich ganz offen auf einen langen, zermürbenden Konfrontationskurs mit Russland einlässt, dealt die Trump-Administration schon den Frieden. Jared Kushner, Trumps umtriebiger Schwiegersohn, Kirill Dmitriev, Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds, und Trumps neuer Nahost- und Ukraine-Sondergesandter Steve Witkoff haben sich in den letzten Wochen nicht nur in Moskau mit Putin getroffen, sondern auch in Witkoffs Luxusvilla in Miami vertraulich zusammengesessen. Thema: Wie sieht die Welt aus, nachdem endlich Waffenruhe in der Ukraine herrscht – und wie man mit richtig fetten gemeinsamen Geschäften dafür sorgt, dass sie auch hält.

Die Sanktionsorgie der EU hat vor allem eines geschafft: Deutschland wirtschaftlich ausgeknockt. Die energieintensive Industrie hat seit 2022 etwa ein Fünftel ihrer Produktion eingebüßt. BASF schließt Werke, Mittelständler wandern nach Amerika oder Asien ab, die Raffinerie Schwedt kämpft ums Überleben, und das Land steckt im dritten Jahr Rezession oder zumindest Stagnation – die schlechteste Performance seit der Wiedervereinigung. Die Bürger zahlen Rekordpreise für Strom und Diesel, während Brüssel sich selbst auf die Schulter klopft, weil wieder ein paar russische Oligarchen-Yachten beschlagnahmt wurden.

Trump hingegen sieht in Russlands unerschlossene Bodenschätze – Öl, Gas, Nickel, Palladium, seltene Erden, die ganze Arktis – als das, was sie sind: eine Goldgrube für amerikanische Firmen und gleichzeitig ein Hebel, den Europa nie hatte. Sein Kalkül ist so einfach wie brutal: Wenn Exxon, Chevron und Co. gemeinsam mit Rosneft und Gazprom Milliarden in neuen Feldern verdienen, wenn amerikanische und russische Ingenieure Seite an Seite LNG-Terminals und Pipelines bauen, dann wird niemand mehr Lust haben, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Ein Teil der Lizenzeinnahmen soll direkt in einen Ukraine-Wiederaufbaufonds fließen, der Rest macht beide Seiten reich und abhängig voneinander. Frieden durch Profit, abgesichert durch Gegenseitigkeit.

Wie erbärmlich wirkt dagegen das Angebot der EU: immer neue moralische Predigten, immer neue Verbote, immer neue Milliarden für Granaten und Panzer, die den Krieg nur verlängern, aber den Frieden keinen Millimeter näher bringen.

Selbst in Trumps eigener Partei gibt es dafür Kritik, und zwar nicht von irgendwelchen europäischen Gutmenschen, sondern von republikanischen Hardlinern. Sein freundschaftlich-geschäftlicher Umgang mit Qatar stößt vielen sauer auf – verständlicherweise. Das Emirat hat jahrelang die politische Führung der Hamas in Luxushotels in Doha einquartiert, die Muslimbruderschaft großzügig finanziert und gilt als einer der größten Unterstützer islamistischer Netzwerke weltweit. Und trotzdem überreicht Qatar Donald Trump gerade einen 400-Millionen-Dollar-Boeing 747-8 als künftige Air Force One, was manche Senatoren bereits als „Geschenk von Hamas-Freunden“ brandmarken.

Genau das aber ist der Plan. Trump macht es wie Willy Brandt in den Siebzigern: Wandel durch Annäherung. Er lockt die Scheichs mit Investitionen in Milliardenhöhe in den USA, holt sie aus ihrer (inzwischen zwar offiziell beendeten, aber unter vielen Arabern immer noch misstrauisch beäugten) Isolation und bindet sie ein. Wer zusammen Milliarden verdient, der führt keinen Heiligen Krieg und keinen Stellvertreterkrieg mehr.

Frieden durch Business eben.  

Europa siegt sich mit Moral zu Tode und zahlt die Rechnung.  

Trump dealt die Welt wieder zusammen – und lacht sich ins Fäustchen.

Wer gewinnt am Ende? Nicht der, der am lautesten „Werte!“ schreit.  

Sondern der, der am cleversten dealt.

 “Du wirst nichts besitzen …” – schon mal darüber nachgedacht?

“Du wirst nichts besitzen …” verspricht das WEF seit geraumer Zeit und es klingt in meinen Ohren nicht verlockend. Ist das nur so dahingesagt, oder ernst gemeint? 

Als Unternehmer nimmt man es besser ernst. Zumal die Wegzugsbesteuerung ja schon einen Vorgeschmack gibt auf das “Du wirst nichts (mehr) besitzen …”. 

Die Verschuldung der USA hat exorbitante Ausmaße erreicht und keine Umkehr in Sicht. Der Schuldendienst ist inzwischen die am schnellsten wachsende Ausgabenposition und übersteigt bereits die Ausgaben für Verteidigung. Ein Crash des US-Dollars und damit des Weltwährungssystems ist unvermeidlich, zumal die Situation anderer Zentralbanken ähnlich prekär aussieht.

Das globale Finanzsystem bereitet sich auf eine solche Krise vor. Die BRICS-Staaten entkoppeln sich schrittweise vom US-Dollar und die Federal Reserve schafft im Verbund mit Europäischer Zentralbank, Bank of England, Bank of Japan und anderen Marktteilnehmern ein System, das den Transfer von Bank-Sicherheiten jeder Art von unten nach ganz oben am Tag X organisiert. 

Ein ehemaliger Hedgefonds-Manager hat das in seinem Buch “Die Große Enteignung” detailliert beschrieben und belegt. Die WEF-Ankündigung wird damit nachvollziehbar. 

Du hast als Unternehmer Dein eigenes Haus, das Firmengebäude und Betriebsmittel kreditfinanziert? Du hast Überschüsse zur Alterssicherung in Aktien, Fonds und Versicherungen angelegt? Das sind alles Sicherheiten, die im Fall des Crashs der Hausbank eingezogen, weit nach oben durchgereicht und gebündelt weitervermarktet werden können. Kredite sind trotzdem zurückzuzahlen, aber das Eigentum ist futsch. Du musst, laut WEF, jetzt nur noch glücklich sein.

Das kann und wird nicht passieren? Doch es wird und es wäre nicht das erste Mal. 

In den letzten 120 Jahren gab es mehrere bedeutende Finanzkrisen weltweit, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst wurden und weitreichende Auswirkungen hatten. 

Große Depression (1929-1939): Die Bankenkrisen während der Großen Depression führten zu massiven Verlusten für Sparer, da viele Banken insolvent wurden und ihre Einlagen nicht zurückzahlen konnten. Dies trug zur Einführung von Einlagensicherungssystemen in vielen Ländern bei.

Gold Reserve Act (1934). Während der Großen Depression unter Präsident Franklin D. Roosevelt. Der Akt hatte zum Ziel, die Wirtschaft durch Erhöhung der Geldmenge zu stimulieren und die Deflation zu bekämpfen.

Vor dem Gold Reserve Act erließ Präsident Roosevelt die Executive Order 6102 im April 1933, die den privaten Besitz von Goldmünzen, -barren und -zertifikaten verbot, mit Ausnahme von bestimmten Zwecken wie Schmuck oder industrieller Nutzung. US-Bürger waren verpflichtet, ihr Gold an die Federal Reserve im Austausch gegen US-Dollar zum festgesetzten Preis von 20,67 USD pro Unze zu übergeben. Das Ziel war es, die Kontrolle über das Gold zu zentralisieren und die Geldpolitik während der Wirtschaftskrise zu stärken.

Lateinamerikanische Schuldenkrise (1980er): In einigen Ländern, die von der Schuldenkrise betroffen waren, führten hohe Inflationsraten und Währungsabwertungen zu erheblichen Verlusten für Sparer und Unternehmer. Die Kaufkraft von Ersparnissen erodierte schnell, und Unternehmen hatten Schwierigkeiten, Kredite zu bedienen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Asienkrise (1997-1998): Die Abwertung der Währungen und der Zusammenbruch des Finanzsystems in einigen asiatischen Ländern vernichtete Vermögenswerte von Sparern und Unternehmern. Insbesondere in Ländern wie Indonesien, Südkorea und Thailand waren die Verluste erheblich.

Globale Finanzkrise (2007-2008): Während der Finanzkrise kam es in einigen Fällen zu erheblichen Verlusten für Sparer, besonders dort, wo Banken zusammenbrachen und die Einlagensicherung entweder nicht ausreichend war oder die Rettung von Banken nicht gewährleistet wurde. In einigen Ländern führten Rettungsaktionen und die anschließende Staatsschuldenkrise zu Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen, die indirekt Eigentum und Ersparnisse belasteten.

Zypern (2012-2013): Die Finanzkrise in Zypern gipfelte im März 2013, als zur Rettung des Bankensektors ein umstrittenes Bail-in-Programm eingeführt wurde. Dieses Programm sah vor, dass große Einlagen bei den zwei größten Banken des Landes – der Bank of Cyprus und der Laiki Bank – teilweise in Aktien der Banken umgewandelt wurden, was effektiv einen Verlust für die Einleger bedeutete. Konten mit mehr als 100.000 Euro wurden dabei herangezogen, um die Banken zu rekapitalisieren. Dies war das erste Mal in der Eurozone, dass ein Bail-in-Mechanismus zur Rettung von Banken eingesetzt wurde, was international für Aufsehen sorgte.
Libanon (seit 2019): Libanon erlebt seit 2019 eine tiefe Wirtschafts- und Finanzkrise, die durch jahrzehntelange Misswirtschaft, Korruption und hohe Staatsschulden verursacht wurde. Die Krise führte zu einem drastischen Wertverlust der libanesischen Lira, Hyperinflation und einem Zusammenbruch des Bankensystems. Banken führten strikte Kapitalkontrollen ein, um einen Bank-Run zu verhindern, was es Sparern und Unternehmern unmöglich machte, auf ihre Einlagen zuzugreifen oder Kapital ins Ausland zu transferieren. Die Entwertung der Währung und die Kapitalkontrollen haben effektiv zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft und Vermögen geführt.
Argentinien: Argentinien hat im Laufe seiner Geschichte mehrere schwere Wirtschafts- und Finanzkrisen durchgemacht, zuletzt 2001 und dann wieder zunehmend seit 2018. Die Krise von 2001 ist besonders bekannt für den Corralito, eine Maßnahme, die es Sparern weitgehend verbot, auf ihre Einlagen in US-Dollar zuzugreifen, und letztlich zu massiven Verlusten führte, als die Einlagen in abgewertete Pesos umgetauscht wurden. Argentinien hat auch mit hohen Inflationsraten und Währungsabwertungen zu kämpfen, was den Wert von Ersparnissen und Vermögen erodiert. Die Regierung hat wiederholt Kapitalkontrollen eingeführt, um Devisenabflüsse zu begrenzen und den Peso zu stabilisieren.

In vielen Fällen führten diese Krisen auch zu einer Verschärfung der Regulierung des Finanzsektors und der Einführung von Sicherheitsnetzen wie der Einlagensicherung, um zukünftige Enteignungen von Sparern zu vermeiden. Jedoch ist zu beachten, dass in einigen Fällen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Krisen, wie hohe Inflation oder die Rettung von Staatsfinanzen durch Steuererhöhungen, ebenfalls zu Vermögensverlusten bei Sparern und Unternehmern führen können.

Was tun? 

Es gibt aus meiner Sicht nur eine plausible Option, um solch eine Krise finanziell zu überstehen: ein Geldsystem ohne Zentralbank, das nicht von der Politik endlos ausgeweitet und damit manipuliert werden kann. Für Unternehmer ist es deshalb unverzichtbar, sich mit Bitcoin zu befassen. Mehr dazu hier und hier.

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Das Klima bricht Deutschland das Genick

Es ist viel los in den Märkten: 

Das Thema KI macht den Chiphersteller Nvidia zur Nummer 6 der werthaltigsten Assets, vor Amazon und Meta, unmittelbar hinter Alphabet/Google und Saudi Aramco

Das sagt einiges über die Bedeutung, die KI zugemessen wird. 

Auf seinem Weg das globale Finanzsystem umzukrempeln, ist Bitcoin schon auf Platz 9 angekommen, kurz davor, erst Silber und dann Amazon in der Marktkapitalisierung zu überholen. 

Was haben KI und Bitcoin gemeinsam? Richtig, massiver Energieverbrauch. 

Aber Hilfe ist unterwegs.

Man muss im Leben eben Prioritäten setzen. Entweder in der Entwicklung von Zukunftstechnologien dabei sein, oder heißer Luft hinterherjagen.

Aufgefallen, dass diese epochale Meldung nur mit Abo zu lesen ist? Ganz großes Kino.

Die Verfügbarkeit und Nutzung preiswerter Energie hat Industrieländer wie Deutschland und deren Lebensstandard über mehr als ein Jahrhundert vorangebracht. 

Der Wahn, dass man mit der Reduzierung anthropogener CO2-Emission das Weltklima steuern kann, wird diesen Wohlstand in deutlich kürzerer Zeit vernichten.   

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Auswandern um Steuern zu sparen?

Während viele Länder die Ansiedlung ausländischer Unternehmer zum Ziel ihrer Wirtschaftspolitik machen, geht es Deutschland darum, das Abwandern zu verhindern.

Unternehmer und Unternehmen verlassen ein Land, wenn 

  • die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen
  • die unternehmerische und persönliche Freiheit eingeschränkt wird
  • man mit seinen Steuern keine desaströse Politik finanzieren will

Heute habe ich mit Interesse eine Episode von Perspektive Ausland angeschaut, wo es um “Grundsätze zur Anwendung des Aussensteuergesetzes” vom Dezember 2023 geht, eine 250-seitige verbindliche Handlungsvorschrift für die deutschen Finanzämter. 

Das betrifft einen Großteil meiner Leser, die Unternehmer und Selbständige, Digitale Nomaden und Perpetual Traveller sind. Der oben verlinkte Beitrag erklärt das Dokument im Detail und viel besser, als ich das hier könnte. Der Kanal bietet darüber hinaus eine Vielzahl sehr informativer Beiträge für Auswanderungs-willige.

Aus vielen Gesprächen mit deutschstämmigen Neubürgern hier in Panama weiß ich, dass Steuern sparen fast nie oder eher selten die Hauptmotivation zum Wohnortwechsel ins Ausland gewesen ist, den ich gern als Aufstieg bezeichne. Die Hauptgründe habe ich oben schon genannt.  

Ich meine, dass es im Kern um persönliche Freiheit geht, um weniger Staaat, um weniger Bevormundung und darum, mehr Mittel für die eigenen Ziele zu haben, statt für die Rettung der Welt abgeben zu müssen.

Die Idealkonstellation sieht dabei so aus, dass man sich sauber aus dem deutschen Finanzsystem verabschiedet und seine Geschäfte in der neuen Heimat so organisiert, dass man legal nichts mit der dortigen Finanzverwaltung zu tun hat.

Nie wieder Finanzamt. 

Geht das überhaupt und ist es nicht unfair? 

Schlüssel in diesem Konzept ist das Territorialsteuerprinzip, wo also Einnahmen aus dem Ausland nicht nur nicht besteuert werden, sondern überhaupt keine Buchhaltungspflicht dafür besteht. Und das gilt, z.B. in meiner Heimat Panama, nicht nur für Residenten, sondern auch für inländische Unternehmer. Die sind vor Jahren schon einmal Sturm gelaufen gegen die geplante Abschaffung. Danke dafür.

Ist es unfair? 

Ich gehe mal davon aus, dass die Länder mit Territorialbesteuerung schon wissen, was sie tun: Erfolgreiche Unternehmer ins Land zu holen, die hier Investitionen tätigen. Inländische Unternehmer ermutigen, ins Ausland zu expandieren. Und all das kommt auf unterschiedlichste Weise wieder dem eigenem Land zugute. 

In Deutschland ist es Dr. Markus Krall, der Einkommens- und Unternehmenssteuern als Raub bezeichnet, nur Verbrauchssteuern für akzeptabel und gerecht hält.

OECD und EU sehen das anders und setzen alle Hebel an, um insbesondere kleine Staaten zur Abschaffung solcher Regelungen zu bewegen. 

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