Nicht in Deinen kühnsten Träumen (1)

Das entfesselte Individuum in der KI-Revolution

Seit den siebziger Jahren hat sich eine bestimmte Sicht auf die Zukunft etabliert.
Sie beginnt mit einer einfachen Annahme:​
Der Planet ist begrenzt.​ Ressourcen sind begrenzt.​
Und deshalb muss auch die menschliche Aktivität begrenzt werden.

In dieser Perspektive erscheint der Mensch nicht mehr als Gestalter seiner
Umwelt, sondern zunehmend als Störfaktor.
Zu viele Menschen.​
Zu viel Wachstum.​
Zu viel Technologie.
Der Mensch wird zum Problem erklärt – nicht zur Lösung.

Diese Denkweise prägt bis heute viele Debatten über Wirtschaft, Energie,
Umwelt und Bevölkerung.
Doch sie steht im Gegensatz zu einer viel älteren Vorstellung vom Menschen.
Im ersten Buch der Bibel findet sich ein Satz, der das Selbstverständnis
ganzer Zivilisationen geprägt hat:

„Macht euch die Erde untertan.“

Der Satz beschreibt kein Verhältnis der Zerstörung.​
Er beschreibt ein Verhältnis der Gestaltung. Der Mensch verändert seine Umwelt.​
Er baut, erfindet, organisiert, er entwickelt neue Möglichkeiten.
Zivilisation entsteht aus genau dieser Fähigkeit.
Fortschritt entsteht nicht trotz des Menschen.
Er entsteht durch den Menschen.

Und nun tritt eine Technologie auf die Bühne, die genau diese Fähigkeit
vervielfacht: Künstliche Intelligenz.

Zum ersten Mal in der Geschichte entsteht ein Werkzeug, das menschliches
Denken nicht nur unterstützt, sondern inspiriert und erweitert.
Damit verändert sich nicht nur die Ökonomie.
Es verändern sich die Grundlagen unserer Gesellschaft.


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Auszug aus meinem Buch Nicht in Deinen kühnsten Träumen: https://www.amazon.de/dp/B0H2CM9X42

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