Dubai-Illusion vs. Panama-Substanz: Warum Geografie wieder Schicksal ist

Wer in den letzten Jahren den „Bling-Bling“-Versprechen der Wüstenmetropolen gefolgt ist, steht heute vor einer harten Realität: Steuerfreiheit ist wertlos, wenn die physische Sicherheit ein Ablaufdatum hat.

  1. Das Kartenhaus der künstlichen Stabilität

    In der Golfregion haben wir gelernt, dass High-Tech-Abwehrsysteme zwar beeindruckend sind, aber ein grundlegendes Problem nicht lösen:

    Die geografische Enge. Wenn das „Krokodil“ auf der anderen Seite des Golfs hungrig wird, nützt die schönste Skyline wenig.

  2. Der „Anker“ Panama

    Warum ist Panama der wahre Plan B? Weil es nicht auf Show, sondern auf unverzichtbarer Infrastruktur basiert.

    Der Kanal: Das Rückgrat des Welthandels. Er ist physisch, er ist alternativlos und er liegt 12.000 km weit weg von den aktuellen Brandherden.

    Das Gesetz: Während andere Standorte ihre Regeln monatlich ändern, bietet Panama mit der Foundation (Privatstiftung) und der Corporation (S.A.) ein Bollwerk der Asset Protection, das seit Jahrzehnten unverändert steht.

  3. Die Panama Foundation: Deine rechtliche Festung

    Die größte Gefahr für Unternehmer 2026 ist nicht nur die Geopolitik, sondern der Zugriff Dritter auf das Lebenswerk.

    Deutschland: Bürokratische Aufsicht und Erbersatzsteuer alle 30 Jahre.
    Panama: Eine juristische Person „sui generis“. Sie gehört sich selbst. Sie bietet Diskretion und einen Schutzwall, den kein „Influencer-Visum“ der Welt bieten kann.

    Fazit: Substanz schlägt Spekulation

    Die Zeit der Experimente ist vorbei.

    Wer sein Vermögen und sein Business für die nächsten Jahrzehnte sichern will, muss dort bauen, wo das Fundament aus Fels (und Logistik) besteht, nicht aus Sand.

Diese Analyse erschien zuerst als Deep-Dive auf X. Folgen Sie @u_weg dort für aktuelle Einblicke in Geopolitik und Technologie.

Dubai als Business Standort – Lessons learned

Die aktuelle Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) war vorhersehbar. 

Trotz des atemberaubenden Aufstiegs der letzten 20 Jahre wurde eine fundamentale Herausforderung übersehen – oder proaktiv ignoriert. 

Nachfolgend beschreibe ich den verschwiegenen Konflikt und seine Folgen. 

Geografie als Schicksal 

Geografie hat schon immer eine bestimmende Rolle in der Geopolitik gespielt. Ozeane, Gebirge, Flüsse und Wüsten verliehen Ländern natürlichen Schutz gegen begehrliche Nachbarn. 

Die Emirate schienen sicher: Die endlose Wüste im Hinterland, der Persische Golf vor der Tür.

Doch genau dort liegt die Bruchstelle. 

Am gegenüberliegenden Ufer liegt das ehemalige Persien, die heutige Islamische Republik Iran – ein autoritärer Gottesstaat.

Den strenggläubigen Herrschern in Teheran muss die Entwicklung in den Emiraten, hin zu Weltoffenheit und schierem Luxus, von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen sein.

Das Krokodil füttern

Deshalb pflegten die smarten Emirati stets gute Beziehungen zum Iran. Man versuchte sich in Diplomatie und Appeasement.
Sogar die Unterstützung der Hamas durch Katar – eine vom Iran gesteuerte Organisation – wurde im regionalen Gefüge geduldet.

So betrachtet waren die Emirati diejenigen, die das Krokodil fütterten, in der Hoffnung, als Letzte gefressen zu werden.

Nicht anders als zwei US-Präsidenten vor Trump.


Masse gegen Klasse – das Ende der Illusion

Erst die jüngsten Drohnen- und Raketenangriffe auf ihre „muslimischen Brüder“ haben zu einem harten Erwachen geführt.

Wenn die nackten Daten die Armee des Iran wesentlich größer zeigen, so stecken die VAE doch dreimal mehr Mittel in ihre High-Tech-Verteidigung. Ein klares Zeichen, dass man die Bedrohung ernst nimmt.

Doch das ist eine rein defensive Position. Das potenzielle Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern auf die lange Bank geschoben, in der Hoffnung, dass ein anderer es löst.

Paradigmenwechsel am Golf

Das komplette Geschäftsmodell der Emirate – Sicherheit und Stabilität als höchstes Gut – ist innerhalb weniger Tage geplatzt.

Ebenso wie das Drehkreuz-Konzept von Emirates und Qatar Airways.

Es könnte Jahrzehnte dauern, diesen Vertrauensschaden zu beheben.

Lektion gelernt – kein Schwarzer Schwan

War das ein Schwarzer-Schwan-Event? Ich glaube nicht.

Für die mit etwas Fantasie und Analyse war ein solches Szenario nie ausgeschlossen.

Neben den Emiraten selbst trifft es die Unternehmer aus aller Welt, die sich von Influencern und Bling-bling haben täuschen lassen.

Lehrgeld bezahlt und hoffentlich überlebt.

Wohin

Das ist die Frage, nachdem der ursprüngliche Plan B nun mit lautem Knall geplatzt ist.

Warum der Persische Golf brennt, während ein anderer Kanal weltweit an Bedeutung gewinnt, habe ich hier bereits analysiert.

Liken und folgen, damit mehr Betroffene oder solche, die es anderswo werden wollen, rechtzeitig umsteuern können.

Raketen über dem Golf – und was das mit deiner Eigenverantwortung zu tun hat

Dubai galt lange als unternehmerische Komfortzone:
niedrige Steuern, hohe Geschwindigkeit, internationale Community.

Dann reichen wenige Tage Eskalation zwischen Israel, Vereinigte Staaten und Iran – und plötzlich wird klar:

Standorte sind keine Inseln.
Sie sind Teil globaler Spannungsfelder.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob Dubai sicher ist.

Die Frage ist:
Wie viel Verantwortung übernimmst du selbst für systemische Risiken?


Die bequeme Illusion

Unternehmer optimieren gern:

  • Steuerquote
  • Visa-Regeln
  • Lebensqualität
  • Nähe zu Märkten

Was selten optimiert wird:

  • geopolitische Exponierung
  • Energieabhängigkeit
  • Blockbildung zwischen West und Ost
  • Verwundbarkeit digitaler Infrastruktur

Doch genau dort entstehen heute die größten Hebel.


Technologie beschleunigt alles

Konflikte sind nicht mehr lokal.

Drohnen, Cyberangriffe, KI-gestützte Systeme verändern Machtverhältnisse in Echtzeit.
Kapital fließt in Sekunden.
Lieferketten reagieren sofort.

Geopolitik ist kein Nachrichtenthema.
Sie ist ein Risikofaktor in deinem Geschäftsmodell.


Eigenverantwortung heißt: Optionen schaffen

JETZZT! bedeutet nicht Panik.
Es bedeutet Handlungsfähigkeit.

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Habe ich nur einen Standort – oder mehrere Optionen?
  • Ist mein Vermögen geografisch konzentriert?
  • Wie schnell kann ich regulatorisch oder steuerlich reagieren?
  • Sind meine Server, Banken, Wohnsitze diversifiziert?

Das ist kein Luxusdenken.
Das ist strategische Vorsorge.


Ein Beispiel für strategische Distanz

Ein Standort wie Panama liegt außerhalb vieler aktueller Blockkonflikte.

Er profitiert vom globalen Handel, ohne direkt Teil regionaler Militärdynamiken zu sein.
Der Panamakanal ist systemrelevant für die Weltwirtschaft – aber geopolitisch anders gelagert als der Golf.

Das heißt nicht „besser“.
Es heißt: anders exponiert.

Und genau darum geht es.


Die neue Realität

Früher reichte Steueroptimierung.
Heute braucht es Risikostrukturierung.

Früher war Globalisierung linear.
Heute ist sie blockbasiert.

Früher war Stabilität selbstverständlich.
Heute ist sie ein Wettbewerbsvorteil.

Eigenverantwortung bedeutet, nicht erst zu reagieren, wenn Raketen fliegen.

Sondern vorher Szenarien zu denken.

JETZZT.

Mein kommendes Buchprojekt JETZZT! – Freiheit entsteht nicht durch Optimismus
handelt von Eigenverantwortung, Standortwahl und strategischer Handlungsfähigkeit in einer Zeit globaler Umbrüche.

Eine neue Zeit hat begonnen

Das ist mein heutiger X-Post:

Die ersten non-human companies sind live.
Ist das ein Wunschtraum oder ein Alptraum?
Und wie navigieren wir – und unsere Unternehmen – durch das Interregnum, die Jahre des Übergangs?

Dafür gibt es den Unternehmer-Wegweiser.

Zwei weniger dramatische Umstellungen habe ich erfolgreich gemeistert: DDR → Marktwirtschaft und Deutschland → Lateinamerika. Außerdem bin ich in der innovativsten Branche zu Hause gewesen (Internet-Business Software) und habe einen persönlichen KI-Assistenten täglich an meiner Seite.

Was in den nächsten Jahren, ab jetzt beginnend, auf uns zukommt, hat es aber noch nicht gegeben. Wir werden uns bald schon in einer Sci-Fi-Welt wiederfinden und auf dem Weg dahin fünf bis zehn wilde Jahre des Übergangs durchleben müssen.

Auslöser ist der exponentielle und unaufhaltsame Aufstieg der Künstlichen Intelligenz. Aber während die einen ignorieren, die anderen abwarten, geht die Entwicklung voran.

Das ist eine Revolution, in Technologie und Gesellschaft. Wir sind alle gut beraten, uns damit zu befassen. Nicht im großen Rahmen, sondern jeder in seinem Umfeld.

Wir alle sind damit groß geworden, dass tägliche Arbeit unser Einkommen sichert und unseren sozialen Status bestimmt. Und schon morgen kann auch Dein Schreibtisch-Job überflüssig sein, weil KI das viel besser und schneller erledigen kann. Das passiert schon.

Und wenn Autos schon heute ohne Fahrer und sicherer unterwegs sind, als wir selbst, dann werden humanoide Roboter bald auch Jobs in Fertigung und Logistik übernehmen. Amazon hat das für seine Auslieferungslager bereits angekündigt.

Die Frage ist nicht mehr, ob das so passiert, sondern wann.

Die Antwort lautet: eher als Du denkst.

Unternehmer können sich nicht erlauben, den Kopf in den Sand zu stecken. Diese Entwicklung läuft ja nicht ohne Menschen. Statt über gut und böse zu philosophieren, machen wir uns also besser damit vertraut. Was wir kennen, können wir gestalten.

Ich teile auf X als @u_wegweiser täglich Meldungen zu KI, Technologie und Geopolitik. Genau das, was Du als Unternehmer wissen solltest, um die eigene Position zu bestimmen und zu verbessern. Also folgen und kommentieren.

Hier auf dem Blog werde ich immer mal ausführlicher zu ausgewählten Themen schreiben und wenn es genug Interessenten gibt, auch Premium-Artikel liefern.

Schneller zum Erfolg – Start-up oder Studium?

Die Regierung von Singapore hat kürzlich verkündet, dass man Leuten über 40 Jahre die Gebühren für ein Zweitstudium erlassen will. Dass ist sehr weitsichtig, mit Blick auf die Tätigkeiten, die KI in den nächsten Jahren und Jahrzehnten übernehmen wird. 

Singapore Skyline„/ CC0 1.0

Der US-Unternehmer und Milliardär Peter Thiel hingegen ermuntert schon seit 2010 junge Leute ein Start-up zu gründen, statt die Universität zu besuchen. Und er motiviert die im Auswahlprozess Erfolgreichen mit einem Startkapital von $100.000.

Kurz gesagt: Wer eine konventionelle Karriere anstrebt, beginnt ein Studium und wer Unternehmer werden will, gründet stattdessen ein Start-up. 

Was würde ich tun? 

Als Freelancer in ein tropisches Land wie Panama ziehen und meinen Lebensunterhalt mit Aktivitäten auf dem Wasser und am Strand verdienen. Rettungsschwimmer, deckhand im Yachtclub, Immobilienscout, Surflehrer, Personal Trainer,  etc.  

Kuna Yala, Panama„/ CC0 1.0

Immer auf der Suche nach einem besseren gig, nach etwas, das mich voranbringt. Und dafür sorgen, dass jedermann mich gern wieder einstellt, ein Netzwerk mit Referenzen aufbauen. 

Am Abend würde ich via Youtube Themen und Konzepte identifizieren, die meinen Talenten und Neigungen entgegenkommen und für einen längeren Zeitraum relevant sein werden. Also nichts, was demnächst durch KI ersetzt wird.

Wenn ein Thema gefunden ist, als erstes das Geschäftsmodell konzipieren und herausfinden, ob  man damit wirklich gutes Geld verdienen kann, Danach gezielt Online-Kurse an führenden US-Universitäten absolvieren, das neu erworbene Wissen in realen Projekten anwenden und festigen. Immer besser werden. 

Money Currency“ by Andrew Pons/ CC0 1.0

Das ist eine Reise, die einen persönlich voranbringt. Angst vor Scheitern ist dabei fehl am Platz. Frühzeitig probieren, wie ein Konzept ankommt. Rückmeldungen auswerten, Produkt verbessern, wieder probieren. Und so schrittweise Fortschritt machen. 

In meinem eBook “Sonnig, sorglos, steuerfrei” wird ein weiteres Modell gezeigt und auch verglichen, wie unterschiedlich schnell man in Deutschland oder z.B. Panama eine 150 m² große Eigentumswohnung am Meer erwirtschaften kann. Das Ergebnis ist eindeutig.

Das bringt uns zum Thema Bitcoin, dem wahrscheinlich sichersten Weg, in einigen Jahren finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Anbieter finden, Sparplan aufsetzen und durchhalten.

Bitcoin cryptocurrency coin white background„/ CC0 1.0

Auswandern um Steuern zu sparen?

Während viele Länder die Ansiedlung ausländischer Unternehmer zum Ziel ihrer Wirtschaftspolitik machen, geht es Deutschland darum, das Abwandern zu verhindern.

Unternehmer und Unternehmen verlassen ein Land, wenn 

  • die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen
  • die unternehmerische und persönliche Freiheit eingeschränkt wird
  • man mit seinen Steuern keine desaströse Politik finanzieren will

Heute habe ich mit Interesse eine Episode von Perspektive Ausland angeschaut, wo es um “Grundsätze zur Anwendung des Aussensteuergesetzes” vom Dezember 2023 geht, eine 250-seitige verbindliche Handlungsvorschrift für die deutschen Finanzämter. 

Das betrifft einen Großteil meiner Leser, die Unternehmer und Selbständige, Digitale Nomaden und Perpetual Traveller sind. Der oben verlinkte Beitrag erklärt das Dokument im Detail und viel besser, als ich das hier könnte. Der Kanal bietet darüber hinaus eine Vielzahl sehr informativer Beiträge für Auswanderungs-willige.

Aus vielen Gesprächen mit deutschstämmigen Neubürgern hier in Panama weiß ich, dass Steuern sparen fast nie oder eher selten die Hauptmotivation zum Wohnortwechsel ins Ausland gewesen ist, den ich gern als Aufstieg bezeichne. Die Hauptgründe habe ich oben schon genannt.  

Ich meine, dass es im Kern um persönliche Freiheit geht, um weniger Staaat, um weniger Bevormundung und darum, mehr Mittel für die eigenen Ziele zu haben, statt für die Rettung der Welt abgeben zu müssen.

Die Idealkonstellation sieht dabei so aus, dass man sich sauber aus dem deutschen Finanzsystem verabschiedet und seine Geschäfte in der neuen Heimat so organisiert, dass man legal nichts mit der dortigen Finanzverwaltung zu tun hat.

Nie wieder Finanzamt. 

Geht das überhaupt und ist es nicht unfair? 

Schlüssel in diesem Konzept ist das Territorialsteuerprinzip, wo also Einnahmen aus dem Ausland nicht nur nicht besteuert werden, sondern überhaupt keine Buchhaltungspflicht dafür besteht. Und das gilt, z.B. in meiner Heimat Panama, nicht nur für Residenten, sondern auch für inländische Unternehmer. Die sind vor Jahren schon einmal Sturm gelaufen gegen die geplante Abschaffung. Danke dafür.

Ist es unfair? 

Ich gehe mal davon aus, dass die Länder mit Territorialbesteuerung schon wissen, was sie tun: Erfolgreiche Unternehmer ins Land zu holen, die hier Investitionen tätigen. Inländische Unternehmer ermutigen, ins Ausland zu expandieren. Und all das kommt auf unterschiedlichste Weise wieder dem eigenem Land zugute. 

In Deutschland ist es Dr. Markus Krall, der Einkommens- und Unternehmenssteuern als Raub bezeichnet, nur Verbrauchssteuern für akzeptabel und gerecht hält.

OECD und EU sehen das anders und setzen alle Hebel an, um insbesondere kleine Staaten zur Abschaffung solcher Regelungen zu bewegen. 

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Lösungen für komplexe Herausforderungen

Sind Sie bereit, Ihr Unternehmen aus dem schwierigen Fahrwasser zu navigieren?

Sie stehen vor komplexen Herausforderungen, die selbst die erfahrensten Unternehmer ins Schwitzen bringen. Traditionelle Methoden stoßen an ihre Grenzen.

Es muss in mehreren Dimensionen zugleich gedacht, geplant und gehandelt werden. Das ist neu und herausfordernd.

Die Komplexität der Situation überfordert spezialisierte Berater, erfordert stattdessen einen Sparringspartner der selbst Unternehmer und zudem Allrounder ist. 

Genau das ist meine Stärke. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Krisenmanagement und der Geschäftsentwicklung erarbeiten wir gemeinsam Lösungen, die wirklich funktionieren.

Warum tue ich das?

Die New-Economy Krise der Jahrtausendwende hat unser Software-Unternehmen damals hart getroffen. Wir haben das mit viel Stress überstanden, ohne einen einzigen Kunden oder Mitarbeiter zu verlieren. 

Viele KMU stehen heute vor einer vergleichbaren oder noch kritischeren Situation – und da will ich nicht tatenlos zuschauen. 

Die Zahl der Mandate ist begrenzt, deshalb besser bald entscheiden. Strikte Vertraulichkeit ist gewährleistet.  

Bereit, mit einem Gratis-Gespräch zu beginnen? 

Skizzieren Sie in einer Email an office@disruptec.co kurz die Situation, mit Kontaktdaten. Schlagen Sie zwei Terminoptionen vor, jeweils zwischen 15 Uhr und 21 Uhr in Deutschland. 

Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 

Erst Panama-, jetzt auch Suezkanal

Wenige Wochen ist es her, dass die erste Reederei der Panamakanal-Verwaltung mitgeteilt hat, dass man gebuchte Liniendienste statt durch den Panama- nun durch den Suezkanal schicken würde.

Auslöser waren die reduzierten Passagezahlen, aufgrund der wegen El Nino stark reduzierten Niederschläge in der diesjährigen Regenzeit, die zu deutlich niedrigeren Wasserständen geführt haben.

Die Passage durch den Suezkanal wird nun beeinträchtigt durch die kriegerischen Aktivitäten der vom Iran hochgerüsteten jemenitischen Huthi im Roten Meer.

Die Gewässer um das daran anschließende Horn von Afrika sind seit Jahrzehnten schon ein Schwerpunkt der Piraterie.

Mit den eingeschränkten Passagekapazitäten der beiden Kanäle sind in nächster Zeit wieder Lieferkettenverzögerungen und Preiserhöhungen zu erwarten.

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Diversifizierung – Handlungsoptionen haben und nutzen

Wenn abrupte Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Alltag werden, werden das Unternehmen, die fragil und ohne Optionen sind, nicht lange überleben. Wer robust genug ist, übersteht es mit einigen Blessuren. Ideal wäre es natürlich, aus solchen Veränderungen gestärkt hervorzugehen.

Wie soll das gehen? Sie haben sicher schon mal gehört, dass jemand einige Zeit nach einer schlimmen Erfahrung sagte, dass dies das Beste war, was ihm passieren konnte. Einschneidende Erfahrungen zwingen manche auf die Knie, andere dazu, über sich selbst hinaus zu wachsen, Lösungen zu finden. 

Je länger ein Unternehmen ein profitables Produkt produziert, einen lukrativen Markt bedient hat, umso weniger ist man auf drastische Änderungen vorbereitet. Man ist fragil geworden.   

Ziel muss sein, antifragil zu sein, also solche Ereignisse nicht nur robust zu überstehen, sondern gestärkt daraus hervorgehen. 

Dazu hat der Bestseller- Autor Nassim Nicholas Taleb ein lesenswertes Buch geschrieben: “Antifragilität”.  

Diversifizierung ist der Weg, widrige Ereignisse zu überstehen. Es bedeutet nichts anderes als Handlungsoptionen zu haben und nutzen zu können:

  • Produktdiversifizierung

Produkt ist all das, was ein Unternehmer oder Unternehmen erschafft,  einem Abnehmer Nutzen bringt, für den er bereit ist, mehr zu zahlen, als die Herstellung insgesamt gekostet hat. 

Zu den Faktoren, die diesen Normalablauf stören können, zählen Wettbewerb sowie veränderte wirtschaftliche und regulatorische Bedingungen. Meist ist das absehbar, kann eingeplant und ausgeglichen werden. 

Und dann gibt es die Schwarze-Schwan-Ereignisse, an die bis zu ihrem Auftauchen niemand gedacht hat.

Beispiele können sein, dass Hauptabnehmer bzw. Hauptlieferant ausfallen, das zentrale Produkt oder einzige Produkt plötzlich nicht mehr produziert oder verkauft werden kann. Was bis vor kurzem eher unwahrscheinlich war, ist es inzwischen nicht mehr.    

Es ist unumgänglich, auf solche Änderungen vorbereitet zu sein, und nicht nur auf dem Papier. Dazu ist Brainstorming angesagt, um widrige und bisher undenkbare Ereignisse zu identifizieren, eine Strategie zu haben, um deren potentiellen Einfluss auf das Produktportfolio zu minimieren.

  • Marktdiversifizierung

Fiktives Beispiel: Ein Unternehmer hat über Jahre mit Erfolg Gas-betriebene Heizstrahler verkauft, womit Restaurants in Deutschland das sommerliche Geschäft verlängern konnten.  Das lief so gut, dass er unangefochtener Marktführer ist und sich ausschließlich darauf konzentriert hat. Völlig überraschend gibt es nun eine neue gesetzliche Regelung, die den Einsatz seiner Produkte verbietet. Ab sofort. 

Pech für die deutschen Biergarten-Besucher, und für den Unternehmer. Oder?

Es gibt Optionen. In Skandinavien sind die Sommernächte auch nicht wärmer und die Leute sitzen dort ebenso gern im Freien, beim Bier oder Elchbraten. Kurz bevor der Unternehmer dort eine kostspielige Marketingaktion startet, erfährt er, dass das Verbot EU-weit gilt, womit Schweden und Dänemark ausfallen. 

Wo sonst macht das Sinn? Die Weltkarte wird konsultiert: Kanada und Japan im Norden, Chile und Argentinien im Süden bieten sich als neue Absatzmärkte an.  

     

  • Standortdiversifizierung

Das typische mittelständische Unternehmen ist als Familienbetrieb entstanden und in seiner Heimatregion verwurzelt. 

Trigema und sein Chef Wolfgang Grupp sind dafür ein Musterbeispiel und zugleich eine Ausnahmeerscheinung. 

Internationalisierung im Mittelstand begann, wenn überhaupt, mit Exportaktivitäten in Nachbarländer, später mit Produktionsverlagerungen, um kostenmäßig wettbewerbsfähig zu bleiben. Inzwischen gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die in Erwägung gezogen werden. Bürokratie, wie im Beispiel Biontech, ist einer davon. 

Demzufolge ist Standortdiversifizierung heute für viele Mittelständler ein Thema, das sie in der Vergangenheit vom Tisch geschoben haben. Die Verbundenheit mit der Region, mit dem Land, hat viele dazu gebracht, Alarmsignale in der gesamtwirtschaftlichen oder Standortentwicklung zu ignorieren. Loyalität macht aber keinen Sinn, wenn Unternehmen und Unternehmer gefährdet werden. 

Wer einmal innehält und sich umschaut, wird feststellen, dass wichtige Standortfaktoren anderswo besser sein können und qualifizierten Unternehmen der rote Teppich ausgerollt wird. Warum also nicht dahin gehen, wo man bessere Bedingungen findet? 

Die wichtigen Standortfaktoren für den qualifizierten Mittelstand können je nach Branche, Region und Unternehmenszielen variieren, aber im Allgemeinen gibt es einige grundlegende Faktoren, die für mittelständische Unternehmen von Bedeutung sind. 

  • Arbeitskräfteverfügbarkeit & Qualifikation
  • Infrastruktur
  • Sicherheit & Stabilität
  • Lebensqualität
  • Steuerliche Rahmenbedingungen
  • Zugang zu Märkten
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • rechtlich/regulatorische Rahmenbedingungen
  • Innovations- & Forschungsinfrastruktur 

Es ist wichtig, zuerst Ziele einer kompletten oder teilweisen Verlagerung zu definieren, um dann eine gründliche Standortanalyse durchführen zu können. 

  • IP-Sicherung

IP steht für Intellectual property oder geistiges Eigentum. Typische Beispiele sind Patente und Warenzeichen, selbst entwickelte Software, Prozesse und proprietäre Technologien.  

Diese in einer separaten Gesellschaft, idealerweise im Ausland zu halten und auf vertraglicher Basis zu nutzen, ist im Insolvenzfall überlebenswichtig. Solche für ein Unternehmen essentiellen Werte können nämlich schnell zu Geld gemacht, damit dem  angeschlagenen Unternehmen entzogen werden, was eine erfolgreiche Fortführung oder Neugründung meist unmöglich macht. 

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