Dubai-Illusion vs. Panama-Substanz: Warum Geografie wieder Schicksal ist

Wer in den letzten Jahren den „Bling-Bling“-Versprechen der Wüstenmetropolen gefolgt ist, steht heute vor einer harten Realität: Steuerfreiheit ist wertlos, wenn die physische Sicherheit ein Ablaufdatum hat.

  1. Das Kartenhaus der künstlichen Stabilität

    In der Golfregion haben wir gelernt, dass High-Tech-Abwehrsysteme zwar beeindruckend sind, aber ein grundlegendes Problem nicht lösen:

    Die geografische Enge. Wenn das „Krokodil“ auf der anderen Seite des Golfs hungrig wird, nützt die schönste Skyline wenig.

  2. Der „Anker“ Panama

    Warum ist Panama der wahre Plan B? Weil es nicht auf Show, sondern auf unverzichtbarer Infrastruktur basiert.

    Der Kanal: Das Rückgrat des Welthandels. Er ist physisch, er ist alternativlos und er liegt 12.000 km weit weg von den aktuellen Brandherden.

    Das Gesetz: Während andere Standorte ihre Regeln monatlich ändern, bietet Panama mit der Foundation (Privatstiftung) und der Corporation (S.A.) ein Bollwerk der Asset Protection, das seit Jahrzehnten unverändert steht.

  3. Die Panama Foundation: Deine rechtliche Festung

    Die größte Gefahr für Unternehmer 2026 ist nicht nur die Geopolitik, sondern der Zugriff Dritter auf das Lebenswerk.

    Deutschland: Bürokratische Aufsicht und Erbersatzsteuer alle 30 Jahre.
    Panama: Eine juristische Person „sui generis“. Sie gehört sich selbst. Sie bietet Diskretion und einen Schutzwall, den kein „Influencer-Visum“ der Welt bieten kann.

    Fazit: Substanz schlägt Spekulation

    Die Zeit der Experimente ist vorbei.

    Wer sein Vermögen und sein Business für die nächsten Jahrzehnte sichern will, muss dort bauen, wo das Fundament aus Fels (und Logistik) besteht, nicht aus Sand.

Diese Analyse erschien zuerst als Deep-Dive auf X. Folgen Sie @u_weg dort für aktuelle Einblicke in Geopolitik und Technologie.

Dubai als Business Standort – Lessons learned

Die aktuelle Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) war vorhersehbar. 

Trotz des atemberaubenden Aufstiegs der letzten 20 Jahre wurde eine fundamentale Herausforderung übersehen – oder proaktiv ignoriert. 

Nachfolgend beschreibe ich den verschwiegenen Konflikt und seine Folgen. 

Geografie als Schicksal 

Geografie hat schon immer eine bestimmende Rolle in der Geopolitik gespielt. Ozeane, Gebirge, Flüsse und Wüsten verliehen Ländern natürlichen Schutz gegen begehrliche Nachbarn. 

Die Emirate schienen sicher: Die endlose Wüste im Hinterland, der Persische Golf vor der Tür.

Doch genau dort liegt die Bruchstelle. 

Am gegenüberliegenden Ufer liegt das ehemalige Persien, die heutige Islamische Republik Iran – ein autoritärer Gottesstaat.

Den strenggläubigen Herrschern in Teheran muss die Entwicklung in den Emiraten, hin zu Weltoffenheit und schierem Luxus, von Anfang an ein Dorn im Auge gewesen sein.

Das Krokodil füttern

Deshalb pflegten die smarten Emirati stets gute Beziehungen zum Iran. Man versuchte sich in Diplomatie und Appeasement.
Sogar die Unterstützung der Hamas durch Katar – eine vom Iran gesteuerte Organisation – wurde im regionalen Gefüge geduldet.

So betrachtet waren die Emirati diejenigen, die das Krokodil fütterten, in der Hoffnung, als Letzte gefressen zu werden.

Nicht anders als zwei US-Präsidenten vor Trump.


Masse gegen Klasse – das Ende der Illusion

Erst die jüngsten Drohnen- und Raketenangriffe auf ihre „muslimischen Brüder“ haben zu einem harten Erwachen geführt.

Wenn die nackten Daten die Armee des Iran wesentlich größer zeigen, so stecken die VAE doch dreimal mehr Mittel in ihre High-Tech-Verteidigung. Ein klares Zeichen, dass man die Bedrohung ernst nimmt.

Doch das ist eine rein defensive Position. Das potenzielle Problem wird dadurch nicht gelöst, sondern auf die lange Bank geschoben, in der Hoffnung, dass ein anderer es löst.

Paradigmenwechsel am Golf

Das komplette Geschäftsmodell der Emirate – Sicherheit und Stabilität als höchstes Gut – ist innerhalb weniger Tage geplatzt.

Ebenso wie das Drehkreuz-Konzept von Emirates und Qatar Airways.

Es könnte Jahrzehnte dauern, diesen Vertrauensschaden zu beheben.

Lektion gelernt – kein Schwarzer Schwan

War das ein Schwarzer-Schwan-Event? Ich glaube nicht.

Für die mit etwas Fantasie und Analyse war ein solches Szenario nie ausgeschlossen.

Neben den Emiraten selbst trifft es die Unternehmer aus aller Welt, die sich von Influencern und Bling-bling haben täuschen lassen.

Lehrgeld bezahlt und hoffentlich überlebt.

Wohin

Das ist die Frage, nachdem der ursprüngliche Plan B nun mit lautem Knall geplatzt ist.

Warum der Persische Golf brennt, während ein anderer Kanal weltweit an Bedeutung gewinnt, habe ich hier bereits analysiert.

Liken und folgen, damit mehr Betroffene oder solche, die es anderswo werden wollen, rechtzeitig umsteuern können.

Dubai heute: Warum die „Wüste“ an Glanz verliert und der „Kanal“ gewinnt

Vor vielen Jahren war Dubai für uns ein mögliches Auswanderungsziel. Und erst vor wenigen Monaten hat ein Geschäftspartner dort seine Firma gegründet und Residenz erlangt.

Krasser Schnitt!

Das ist DXB heute, am 2. April 2026. 

Der hoffentlich nur temporäre Niedergang eines Traumziels.

Screenshot

Als wir vor vielen Jahren Auswanderungsziele erkundeten, war Dubai eine Option gewesen. Die geografische Situation, die Nähe zum islamistischen Regime in Teheran, war jedoch ein wichtiger Grund, anders zu entscheiden. 

Wer heute auf Dubai blickt, sieht eine beeindruckende Skyline, aber wer unter die Oberfläche schaut, erkennt ein volatiles Fundament. Die geografische Nähe zu Konfliktherden ist im Jahr 2026 kein theoretisches Risiko mehr, sondern ein täglicher Unsicherheitsfaktor für Lieferketten, Luftverkehr und – am wichtigsten – für das Sicherheitsgefühl von Familien.

Panama hingegen spielt ein völlig anderes Spiel.

Während Dubai versucht, durch schiere Größe und „Bling-Bling“ Relevanz zu erzwingen, punktet Panama durch eine fast unsichtbare, aber unerschütterliche geopolitische Neutralität.

1. Die „Sicherer Hafen“-Logik: Distanz ist die neue Währung

In einer Welt, die sich zunehmend in Blöcke spaltet, ist die Lage Panamas ein strategischer Jackpot. Wir liegen im Windschatten der westlichen Welt, sind aber durch den Kanal für alle Weltmächte systemrelevant. Das schafft eine Stabilität, die man in der Golfregion vergeblich sucht. In Panama geht es nicht um die nächste Welt-Ausstellung, sondern um die Aufrechterhaltung der globalen Schlagader. Das färbt auf das Investitionsklima ab: ruhig, berechenbar, beständig.

2. Steuerliche Ehrlichkeit statt regulatorischer Zickzack-Kurs

Dubai hat jahrelang mit „0 % Steuern“ gelockt, nur um nun unter internationalem Druck eine Körperschaftsteuer einzuführen, die das System für viele Unternehmer unnötig verkompliziert. Panama bleibt sich treu: Das territoriale Steuersystem ist seit Jahrzehnten fest verankert. Wer sein Geld außerhalb Panamas verdient – sei es durch digitale Geschäftsmodelle, Krypto-Assets oder internationale Beteiligungen –, zahlt in Panama 0 % Einkommensteuer. Das ist kein temporäres Lockangebot, sondern ein tief verwurzeltes Staatsprinzip.

3. Rechtssicherheit durch das „Common Law“-Hybrid

Ein Punkt, den mein Geschäftspartner in Dubai oft unterschätzt: Die Rechtswege. Während Dubai in seinen Freezones versucht, englisches Recht zu imitieren, bietet Panama eine bewährte Kombination. Besonders die Panama Foundation (Privatstiftung) ist ein weltweit anerkanntes Instrument zur Asset Protection. Sie ist darauf ausgelegt, Vermögen über Generationen hinweg vor unberechtigten Zugriffen zu schützen – ohne die bürokratische Willkür, die man oft in schnell gewachsenen Wüstenstaaten erlebt.

Mein persönliches Fazit nach 18 Jahren

Auswanderung und Strukturierung sind keine Modeentscheidungen. Es geht darum, wo Ihr Lebenswerk auch in 20 Jahren noch sicher ist. Wenn ich heute sehe, wie Dubai mit geopolitischen Spannungen und neuen Steuergesetzen ringt, bin ich dankbar für die Entscheidung, die wir vor 18 Jahren getroffen haben.

Panama schreit nicht nach Aufmerksamkeit. Es bietet sie einfach – in Form von Diskretion, Stabilität und echter Freiheit.

Im einem der nächsten Posts beschreibe ich ausführlich, warum Panama das bessere Dubai ist. Für Dich und Dein Vermögen.

Wer jetzt über Diversifikation nachdenkt oder eine Dubai-Alternative sucht, braucht nur @u_weg auf X zu folgen.

Raketen über dem Golf – und was das mit deiner Eigenverantwortung zu tun hat

Dubai galt lange als unternehmerische Komfortzone:
niedrige Steuern, hohe Geschwindigkeit, internationale Community.

Dann reichen wenige Tage Eskalation zwischen Israel, Vereinigte Staaten und Iran – und plötzlich wird klar:

Standorte sind keine Inseln.
Sie sind Teil globaler Spannungsfelder.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob Dubai sicher ist.

Die Frage ist:
Wie viel Verantwortung übernimmst du selbst für systemische Risiken?


Die bequeme Illusion

Unternehmer optimieren gern:

  • Steuerquote
  • Visa-Regeln
  • Lebensqualität
  • Nähe zu Märkten

Was selten optimiert wird:

  • geopolitische Exponierung
  • Energieabhängigkeit
  • Blockbildung zwischen West und Ost
  • Verwundbarkeit digitaler Infrastruktur

Doch genau dort entstehen heute die größten Hebel.


Technologie beschleunigt alles

Konflikte sind nicht mehr lokal.

Drohnen, Cyberangriffe, KI-gestützte Systeme verändern Machtverhältnisse in Echtzeit.
Kapital fließt in Sekunden.
Lieferketten reagieren sofort.

Geopolitik ist kein Nachrichtenthema.
Sie ist ein Risikofaktor in deinem Geschäftsmodell.


Eigenverantwortung heißt: Optionen schaffen

JETZZT! bedeutet nicht Panik.
Es bedeutet Handlungsfähigkeit.

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Habe ich nur einen Standort – oder mehrere Optionen?
  • Ist mein Vermögen geografisch konzentriert?
  • Wie schnell kann ich regulatorisch oder steuerlich reagieren?
  • Sind meine Server, Banken, Wohnsitze diversifiziert?

Das ist kein Luxusdenken.
Das ist strategische Vorsorge.


Ein Beispiel für strategische Distanz

Ein Standort wie Panama liegt außerhalb vieler aktueller Blockkonflikte.

Er profitiert vom globalen Handel, ohne direkt Teil regionaler Militärdynamiken zu sein.
Der Panamakanal ist systemrelevant für die Weltwirtschaft – aber geopolitisch anders gelagert als der Golf.

Das heißt nicht „besser“.
Es heißt: anders exponiert.

Und genau darum geht es.


Die neue Realität

Früher reichte Steueroptimierung.
Heute braucht es Risikostrukturierung.

Früher war Globalisierung linear.
Heute ist sie blockbasiert.

Früher war Stabilität selbstverständlich.
Heute ist sie ein Wettbewerbsvorteil.

Eigenverantwortung bedeutet, nicht erst zu reagieren, wenn Raketen fliegen.

Sondern vorher Szenarien zu denken.

JETZZT.

Mein kommendes Buchprojekt JETZZT! – Freiheit entsteht nicht durch Optimismus
handelt von Eigenverantwortung, Standortwahl und strategischer Handlungsfähigkeit in einer Zeit globaler Umbrüche.

Frieden durch Business 

Wie Trump die Diplomatie verändert

Während die EU gerade ihr 19. Sanktionspaket durchpeitscht, die Verteidigungsausgaben mancher Mitgliedsstaaten auf fünf Prozent des BIP hochjagt und sich ganz offen auf einen langen, zermürbenden Konfrontationskurs mit Russland einlässt, dealt die Trump-Administration schon den Frieden. Jared Kushner, Trumps umtriebiger Schwiegersohn, Kirill Dmitriev, Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds, und Trumps neuer Nahost- und Ukraine-Sondergesandter Steve Witkoff haben sich in den letzten Wochen nicht nur in Moskau mit Putin getroffen, sondern auch in Witkoffs Luxusvilla in Miami vertraulich zusammengesessen. Thema: Wie sieht die Welt aus, nachdem endlich Waffenruhe in der Ukraine herrscht – und wie man mit richtig fetten gemeinsamen Geschäften dafür sorgt, dass sie auch hält.

Die Sanktionsorgie der EU hat vor allem eines geschafft: Deutschland wirtschaftlich ausgeknockt. Die energieintensive Industrie hat seit 2022 etwa ein Fünftel ihrer Produktion eingebüßt. BASF schließt Werke, Mittelständler wandern nach Amerika oder Asien ab, die Raffinerie Schwedt kämpft ums Überleben, und das Land steckt im dritten Jahr Rezession oder zumindest Stagnation – die schlechteste Performance seit der Wiedervereinigung. Die Bürger zahlen Rekordpreise für Strom und Diesel, während Brüssel sich selbst auf die Schulter klopft, weil wieder ein paar russische Oligarchen-Yachten beschlagnahmt wurden.

Trump hingegen sieht in Russlands unerschlossene Bodenschätze – Öl, Gas, Nickel, Palladium, seltene Erden, die ganze Arktis – als das, was sie sind: eine Goldgrube für amerikanische Firmen und gleichzeitig ein Hebel, den Europa nie hatte. Sein Kalkül ist so einfach wie brutal: Wenn Exxon, Chevron und Co. gemeinsam mit Rosneft und Gazprom Milliarden in neuen Feldern verdienen, wenn amerikanische und russische Ingenieure Seite an Seite LNG-Terminals und Pipelines bauen, dann wird niemand mehr Lust haben, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Ein Teil der Lizenzeinnahmen soll direkt in einen Ukraine-Wiederaufbaufonds fließen, der Rest macht beide Seiten reich und abhängig voneinander. Frieden durch Profit, abgesichert durch Gegenseitigkeit.

Wie erbärmlich wirkt dagegen das Angebot der EU: immer neue moralische Predigten, immer neue Verbote, immer neue Milliarden für Granaten und Panzer, die den Krieg nur verlängern, aber den Frieden keinen Millimeter näher bringen.

Selbst in Trumps eigener Partei gibt es dafür Kritik, und zwar nicht von irgendwelchen europäischen Gutmenschen, sondern von republikanischen Hardlinern. Sein freundschaftlich-geschäftlicher Umgang mit Qatar stößt vielen sauer auf – verständlicherweise. Das Emirat hat jahrelang die politische Führung der Hamas in Luxushotels in Doha einquartiert, die Muslimbruderschaft großzügig finanziert und gilt als einer der größten Unterstützer islamistischer Netzwerke weltweit. Und trotzdem überreicht Qatar Donald Trump gerade einen 400-Millionen-Dollar-Boeing 747-8 als künftige Air Force One, was manche Senatoren bereits als „Geschenk von Hamas-Freunden“ brandmarken.

Genau das aber ist der Plan. Trump macht es wie Willy Brandt in den Siebzigern: Wandel durch Annäherung. Er lockt die Scheichs mit Investitionen in Milliardenhöhe in den USA, holt sie aus ihrer (inzwischen zwar offiziell beendeten, aber unter vielen Arabern immer noch misstrauisch beäugten) Isolation und bindet sie ein. Wer zusammen Milliarden verdient, der führt keinen Heiligen Krieg und keinen Stellvertreterkrieg mehr.

Frieden durch Business eben.  

Europa siegt sich mit Moral zu Tode und zahlt die Rechnung.  

Trump dealt die Welt wieder zusammen – und lacht sich ins Fäustchen.

Wer gewinnt am Ende? Nicht der, der am lautesten „Werte!“ schreit.  

Sondern der, der am cleversten dealt.

Orbitale Gehirne: Der Wandel von der Weltraumkommunikation zur Weltraumintelligenz

Im letzten halben Jahrhundert wurde die Beziehung der Menschheit zu Satelliten durch Kommunikation definiert. Wir schießen Metallkisten in die Leere, die als hochentwickelte Spiegel fungieren und TV-Signale, GPS-Daten und Internetpakete von einem Punkt der Erde zum anderen reflektieren. Sie sind das Nervensystem unserer Wirtschaft, aber sie sind passiv – sie übertragen, aber sie „denken“ nicht.

Elon Musks jüngster Vorschlag, KI-Datenzentren im Orbit zu platzieren, stellen einen fundamentalen Paradigmenwechsel dar. Diese Vision schlägt eine neue duale Architektur für den Weltraum vor: massive, autonome Datenzentrumseinheiten, die von Starship gestartet werden, um Intelligenz zu generieren, und eine separate Starlink V3-Konstellation, die als optisches Hochgeschwindigkeits-Nervensystem fungiert, um diese zu übertragen. Dieser Schritt vom Verbinden der Welt zum Verarbeiten der Welt ist nicht nur ein logistisches Upgrade; es ist eine notwendige Evolution für eine KI-abhängige Zivilisation, die an die physischen Grenzen der Erde stößt.

Der irdische Engpass

Um zu verstehen, warum wir KI-Datenzentren im Weltraum brauchen, muss man zuerst die Einschränkungen am Boden betrachten. Die derzeitige Explosion der künstlichen Intelligenz ist im Grunde eine getarnte Energiekrise. Das Training eines einzigen KI-Flaggschiffmodells verbraucht Gigawattstunden an Strom, und da die Modelle exponentiell wachsen, brechen die irdischen Stromnetze unter der Last zusammen.

KI-Zentren auf der Erde führen einen Krieg an zwei Fronten: Energie und Wärme. Um die massiven GPU-Cluster zu betreiben, die für moderne KI erforderlich sind, benötigt man Zugang zu riesigen Mengen an Elektrizität und Millionen von Gallonen Wasser zur Kühlung der Server. Wir nähern uns schnell einem Punkt, an dem der Bau von Computerclustern der Terawatt-Klasse auf der Erde aufgrund von Landnutzung, Netzkapazität und Umweltbelastung geologisch und ökonomisch unmöglich wird.

Der Weltraum bietet eine elegante, wenn auch technisch schwierige Lösung:

  1. Unbegrenzte Energie: Im Orbit werden Solarpaneele nicht durch Wolken, Atmosphäre oder Nachtzyklen (abhängig vom Orbit) behindert. Die Sonne ist ein Fusionsreaktor, der niemals blinzelt und einen kontinuierlichen Strom von hochintensiver Energie liefert, ideal für Anlagen im Gigawatt-Bereich.
  2. Strahlungskühlung: Während das Wärmemanagement im Vakuum knifflig ist, bietet der Weltraum eine unendliche Wärmesenke. Mit den richtigen Radiatordesigns kann Wärme abgeleitet werden, ohne einen einzigen Tropfen Wasser zu verbrauchen.

Die Architektur: Prozessoren und Leitungen

Faszinierend – die Verbesserung der Intelligenz anstatt nur der Kommunikation –, beruht auf einer Aufgabenteilung im Orbit. In diesem Modell sind das „Gehirn“ und die „Nerven“ getrennte, spezialisierte Einheiten.

  1. Die orbitalen Gehirne (Die Datenzentren): Dies sind keine Standard-Satelliten. Es sind massive, industrielle Anlagen. Zu schwer und energiehungrig für herkömmliche Raketen, beherbergen diese dedizierten Einheiten die schweren Rechenlasten. Sie sind so konzipiert, dass sie im permanenten Sonnenschein schweben und Gigawatt an Energie ernten, um Trainingsläufe und Inferenzmodelle durchzuführen, die auf der Erde die Lichter einer mittelgroßen Stadt dimmen würden.
  2. Das Nervensystem (Starlink V3): Diese Datenzentren können nicht isoliert funktionieren. Sie müssen mit der Erde und untereinander sprechen. Hier kommt die Starlink V3-Konstellation ins Spiel. Als Kommunikations-Rückgrat nutzen diese Satelliten optische Laserverbindungen, um Daten zu und von den schweren Computereinheiten zu beamen.

Diese Struktur erlaubt es den Datenzentren, sich rein auf rohe Rechenleistung zu konzentrieren, während das Starlink-Netzwerk das komplexe Routing dieser Intelligenz zur Oberfläche übernimmt.

Der Wegbereiter Starship

Dieses gesamte Ökosystem ist ohne Starship unmöglich. Der Unterschied zwischen einem „Satelliten“ und einem „Datenzentrum“ ist die Masse. Ein Kommunikationssatellit mag zwei Tonnen wiegen; ein bedeutendes KI-Datenzentrum wiegt Hunderte.

Herkömmliche Raketen könnten niemals die Abschirmung, Stromversorgung und Kühlanlagen heben, die für eine orbitale Anlage der 1-GW-Klasse erforderlich sind. Starship fungiert als „Güterzug“ für diese neue industrielle Revolution. Es ist das einzige Vehikel mit der Nutzlastkapazität, um diese massiven, eigenständigen RComputermodule in den Orbit zu hieven. Wenn weltraumgestützte Berechnungen innerhalb von fünf Jahren die „kostengünstigste Option“ werden, dann deshalb, weil Starship die Kosten für den Transport schwerer Infrastruktur trivialisiert hat, was uns erlaubt, „Serverfarmen“ im Himmel zu bauen, anstatt nur empfindliche Instrumente zu starten.

Ein Sprungbrett zum Mars

Schließlich dient dieser Plan dem doppelten Zweck, der alle Unternehmungen von Musk antreibt: dem Mars. Eine Zivilisation, die sich über mehrere Planeten erstreckt, kann sich nicht auf eine einzige Internetverbindung zurück zur Erde verlassen. Die Latenz zwischen Erde und Mars (die zwischen 3 und 22 Minuten variiert) macht Echtzeit-Cloud-Computing unmöglich.

Durch den Einsatz dieser autonomen, solarbetriebenen Datenzentren im Erdorbit entwickelt SpaceX im Grunde einen Prototyp der digitalen Infrastruktur, die für eine Marskolonie erforderlich ist. Wenn die Menschheit expandieren soll, können wir nicht nur unsere Körper mitbringen; wir müssen unseren digitalen Verstand mitbringen, untergebracht in robusten, unabhängigen Gefäßen, die fähig sind, für sich selbst zu denken.

Fazit

Die Voyager-Sonden, die in den 1970er Jahren mit einer Technologie gestartet wurden, die weit primitiver war als die heutige, sind fast ein halbes Jahrhundert später immer noch am Rande unseres Sonnensystems operativ. Wenn wir eine solche Langlebigkeit bereits vor Jahrzehnten erreichen konnten, ist das Potenzial für moderne, zweckgebundene orbitale Datenzentren immens. Mit der Fähigkeit von Starship, schwere, abgeschirmte Infrastruktur zu transportieren, und der inhärenten Redundanz eines verteilten Netzwerks überwinden wir nicht nur die physischen Grenzen des irdischen Computings – wir bauen ein widerstandsfähiges, unvergängliches Nervensystem für die Menschheit zwischen den Sternen.

Erstellt in Kooperation mit Gemini3

WSJ: Palantir hält ein Studium für Zeitverschwendung. Deshalb stellt das Unternehmen Abiturienten ein

Von Angel Au-Yeung, Wall Street Journal, 2. November 2025

Ein Technologieunternehmen bietet 22 Jugendlichen die Möglichkeit, das College zu überspringen und stattdessen an seinem Stipendienprogramm teilzunehmen, das ein vierwöchiges Seminar über die westliche Zivilisation umfasst.

Zunächst schien die Idee, das College zu schwänzen, um ein Stipendium für Palantir Technologies zu machen, Matteo Zanini absurd. Aber er konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken.

„Das College ist kaputt“, sagte ein Beitrag von Palantir. „Die Zulassungen basieren auf fehlerhaften Kriterien. Leistungsgesellschaft und Exzellenz sind nicht mehr das Streben von Bildungseinrichtungen“, hieß es. Das Stipendium bot Highschool-Schülern einen Weg, Vollzeit im Unternehmen zu arbeiten.

Nachdem er sich entschieden hatte, sich zu bewerben, fand Zanini heraus, dass er das Stipendium ungefähr zur gleichen Zeit erhalten hatte, als er von seiner Zulassung an der Brown University erfuhr. Brown erlaubte ihm nicht, es zu verschieben, und er hatte auch ein Vollstipendium durch das Verteidigungsministerium erhalten.

„Niemand sagte, ich solle das machen“, sagte Zanini, der im September 18 Jahre alt wurde. „Alle meine Freunde, meine Lehrer, mein College-Berater, es war ein einstimmiges Nein.“ Seine Eltern überließen ihm die Entscheidung, und er entschied sich, mit Palantir zu gehen.

Zanini ist einer von mehr als 500 Highschool-Absolventen, die sich für das „Meritocracy Fellowship“ von Palantir beworben haben – ein Experiment, das unter der These von Palantir-CEO Alex Karp gestartet wurde, dass bestehende amerikanische Universitäten nicht mehr zuverlässig oder notwendig sind, um gute Mitarbeiter auszubilden.

Einige Stipendiaten haben sich beworben, weil das College für sie nicht interessant war. Andere bewarben sich, nachdem sie von den Zielschulen abgelehnt wurden.

Palantir ist ein Unternehmen für Datenanalyse, das in letzter Zeit für seine Regierungsverträge bekannt geworden ist, unter anderem mit den US-Militär- und Geheimdiensten. Seine Arbeit mit den Einwanderungsbehörden und in anderen Bereichen hat Kritik auf sich gezogen, aber Karp und andere Führungskräfte haben sich auf ein pro-amerikanisches Ethos gestützt. Das Unternehmen hat auch viele kommerzielle Kunden.

Karp – der Philosophie am Haverford College studierte und einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der Stanford University erhielt – sagte in einer Telefonkonferenz im August, dass die Einstellung von Universitätsstudenten heutzutage bedeutet, Leute einzustellen, die „nur in Plattitüden beschäftigt waren“.

Die erste Klasse von 22 Palantir-Stipendiaten endet im November. Wenn sie im viermonatigen Programm gut gewesen haben, haben sie die Möglichkeit, ohne Hochschulabschluss Vollzeit bei Palantir zu arbeiten.

Das Stipendium begann mit einem vierwöchigen Seminar mit mehr als zwei Dutzend Rednern. Jede Woche hatte ein Thema: die Grundlagen des Westens, die Geschichte der USA und ihre einzigartige Kultur, Bewegungen innerhalb Amerikas und Fallstudien von Führern wie Abraham Lincoln und Winston Churchill.

Dies war eine Überraschung für die Stipendiaten, die vor Beginn wenig Informationen über das Programm erhielten.

„Wir fühlten uns verpflichtet, mehr als das durchschnittliche Praktikum anzubieten“, sagte Jordan Hirsch, ein leitender Berater, der mit Karp an speziellen Projekten arbeitet, einschließlich dieses Programms. „Sie sind wirklich noch Kinder, oder?“

Die Unerfahrenheit der Praktikanten zeigte sich schon früh: Ein Kollege fragte Hirsch, wie man während der Seminare Notizen macht. „Er hat hauptsächlich Mathe und Programmieren gemacht und war nie zu sehr mit Geschichtskursen beschäftigt“, sagte Hirsch. „Er sagte, er habe noch nie in seinem Leben eine Notiz gemacht.“

Fragen, die das Unternehmen hoffte, dass die Seminare für die Stipendiaten beantworteten würden, wurden eingeschlossen: Was ist der Westen? Was sind seine Herausforderungen und wie denken wir darüber nach? Und, was vielleicht am wichtigsten ist, ist der Westen zu verteidigen? – was Palantir zu bejahen versuchte.

Die Stipendiaten lasen die Autobiografie von Frederick Douglass, nahmen an einem Improvisationskurs teil, wie man mit dem eigenen Kopf denkt und sich am Arbeitsplatz präsentiert, und unternahmen Exkursionen, unter anderem zum Ort der Schlacht von Gettysburg im Bürgerkrieg in Pennsylvania. Während sie dort waren, erfuhren die Studenten von der Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk.

„Es war sehr ergreifend, in diese Zeit vor zwei Jahrhunderten zurückgebracht zu werden, als es so viel politische Auseinandersetzungen gab, und sie dann an diesem Tag wieder auftauchen zu sehen“, sagte Aryan Mehra, ein Kollege, der in der Nähe von San Francisco aufgewachsen ist. „Ich glaube nicht, dass einer von uns damit gerechnet hat.“

Gideon Rose, ehemaliger Herausgeber des Magazins Foreign Affairs und außerordentlicher Assistenzprofessor am Barnard College, sagte, dass sein Kurs für Palantir-Stipendiaten keine ideologischen oder politisch parteiischen Perspektiven beinhaltete. Stattdessen konzentrierte er sich auf einführende internationale Beziehungen.

Ein Kollege fragte Rose, ob er es für eine gute professionelle Wette für Leute sehe, das College zu schwänzen und direkt ins Berufsleben einzusteigen. „Es wäre nicht für die meisten Menschen“, erinnerte sich Rose. „Es könnte für einige Leute sein. Das ist ihre Entscheidung.“

Nach den Seminaren integrierten sich die Praktikanten in Teams innerhalb von Palantir und reisten oft mit anderen „vorwärts eingesetzten Ingenieuren“ durch das ganze Land – eine von Palantir geprägte Berufsbezeichnung, die sich auf andere Start-ups ausgebreitet hat. Diese Ingenieure arbeiten ähnlich wie Berater und reisen dorthin, wo die Kunden sind.

Das Unternehmen hat noch nicht entschieden, welcher der 22 Stipendiaten Vollzeitangebote erhalten wird. Einige der Kollegen würden gerne bleiben, auch wenn es gegen den Willen ihrer Eltern ist.

„Es war eine Quelle des Konflikts zwischen mir und meinen Eltern“, sagte Zanini. Seine Mutter hatte den Eindruck, dass er das Stipendium als Gap Year absolvieren und sich dann erneut bewerben würde, um wieder aufs College zu gehen. Aber wenn er ein Vollzeitangebot bekommt, ist das vielleicht nicht mehr der Fall.

Ein Teil der Anziehungskraft, sagt Zanini, ist die Mission des Unternehmens und die überraschende Menge an Arbeit und Kontrolle, die er trotz seiner Unerfahrenheit in der Belegschaft erhalten hat. „Ich meine, welches Unternehmen bringt Leute an ihrem dritten Tag an echte Projekte?“ Sagte Zanini. „Das ist verrückt.“

Es ist auch möglich, dass einige Palantirs Angebot, zu bleiben, ablehnen und sich stattdessen erneut für das College bewerben, sagte Sam Feldman, ein weiterer Palantir-Mitarbeiter, der bei der Verwaltung des Programms bei Hirsch half.

„Aber ich schätze, ob sie bleiben oder gehen, es wird null geben, die im Investmentbanking oder in der Beratung landen“, sagte Feldman. „Sie haben probiert, wie es ist, zu bauen und selbstbestimmt zu arbeiten.“

Original: https://www.wsj.com/business/palantir-thinks-college-might-be-a-waste-so-its-hiring-high-school-grads-aed267d5

Übersetzt mit DeepL

WSJ: KI und der Jungbrunnen

Technologische Fortschritte könnten den Alterungsprozess umkehren und die durchschnittliche Lebenserwartung um mindestens ein Jahrzehnt verlängern.

By David B. Agus, 8. Oktober 2025

Eine aktuelle Studie der Stanford University ergab, dass der menschliche Körper im Laufe der Zeit nicht allmählich mit gleicher Geschwindigkeit altert. Stattdessen durchläuft der Körper im Alter von etwa 44 und 60 Jahren große biologische Veränderungen – mit anderen Worten, das Altern. Nachdem ich gerade diesen zweiten Meilenstein mit einer ersten Hautkrebsdiagnose und zwei Rückenoperationen in diesem Jahr überschritten habe, kann ich bestätigen, dass das Altern nicht kriecht. Es stürzt sich.

Seit Generationen akzeptieren wir diesen Niedergang als unvermeidlich. Aber diese Annahme trifft möglicherweise nicht mehr zu. Science-Fiction wird Realität.

Eine Studie, die letzten Monat in der medizinischen Zeitschrift Cell veröffentlicht wurde, beschreibt ein bemerkenswertes Experiment, bei dem Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Medizinischen Hauptstadtuniversität in Peking einen Typ menschlicher Stammzellen, mesenchymale Vorläuferzellen, genetisch veränderten und sie in Affen infundierten. Über 44 Wochen zeigten das Gehirn, die Knochen und das Fortpflanzungsgewebe der Tiere messbare Anzeichen von nicht nur einer gestoppten Alterung, sondern auch einer signifikanten Verjüngung. Die Entzündung nahm ab, die Zellfunktion verbesserte sich und es traten keine schädlichen Auswirkungen auf.

Noch erstaunlicher ist, dass die Forscher, als sie die Exosomen – winzige molekulare Kommunikationspakete, die von den veränderten Stammzellen abgesondert wurden – aus diesen Zellen sammelten, während die Zellen in einer Petrischale wuchsen, feststellten, dass diese Exosomen allein einen Großteil des Anti-Aging-Effekts bei den Affen replizieren konnten. Forscher verlangsamen nicht nur das Altern; sie lernen, es umzukehren.

Künstliche Intelligenz übertreibt diesen Ehrgeiz. Dank der KI wird der Prozess der Identifizierung und Entwicklung neuer Medikamente, einmal pro Jahrzehnt, in Monaten komprimiert. KI kann Moleküle so entwerfen, dass sie auf bestimmte Regionen eines Proteins abzielen, simulieren, wie sie sich im Körper verhalten, massive Rechenleistung nutzen, um sicherzustellen, dass sie sich an nichts anderes im Körper binden, und Immunreaktionen auf die Medikamente vorhersagen – alles, bevor eine einzige klinische Studie am Menschen beginnt. Diese Konvergenz von Berechnung und Biologie wird eine Ära nicht nur der Heilung von Krankheiten, sondern auch ihrer vollständigen Verhinderung einlöhnen. KI ermöglicht es Wissenschaftlern, biologische Wege zu erreichen, die die Medizin vorher nicht einmal berühren konnte.

KI revolutioniert auch das Verständnis unserer persönlichen Gesundheit. Große Sprachmodelle können jetzt elektronische Krankenakten – digitale Junk-Schubladen mit unstrukturierten Arzt- und Krankenschwesternnotizen – in saubere, strukturierte Datensätze analysieren, die leichter zu analysieren sind.

KI und Big Data helfen auch dabei, Muster aufzudecken, die Menschen vielleicht nie erkennen. Eine frühe Erkenntnis aus aktuellen Studien in den Nature-Zeitschriften: Die Gürtelrose-Impfstoffe Zostavax und Shingrix können das Risiko eines kognitiven Verfalls im späteren Leben verringern.

KI hat auch die molekularen Fingerabdrücke von Krankheiten durch die Interpretation medizinischer Bilder erkannt – einschließlich Röntgenaufnahmen, MRTs, Ultraschall und Pathologiefolien. Genmutationen, die das Wachstum steuern, verändern das Aussehen einer Krebszelle, und das kann durch KI erkannt werden. Es erkennt die subtilen Muster der Zellstrukturen und Beziehungen zu anderen Zellen (im Vergleich zu einer normalen Zelle ohne Mutation) in wenigen Minuten und teilt Onkologen mit, welches Gen den Tumor antreibt. Dies ermöglicht es Ärzten, den Krebs jedes Patienten mit Medikamenten abzugleichen, die auf das spezifische Gen abzielen, das ihn antreibt.

Neben der Diagnose werden auch intelligente Maschinen die Pflege neu gestalten. Humanoide Roboter könnten älteren oder kranken Menschen helfen. Die Fernüberwachung und die tragbaren Sensoren sammeln kontinuierlich Daten und markieren Gesundheitsprobleme, bevor Symptome auftreten. Autonome oder halbautonome KI-Systeme werden die Gesundheitsversorgung und -verwaltung kostengünstiger, effizienter und zugänglicher machen.

Trotzdem ein Wort der Vorsicht. Der Markt wird bereits mit „Langlebigkeitsärzten“, Stammzellinfusionen, Exosomentherapien und Wunderpräparaten überschwemmt. Keiner hat sich als sicher oder wirksam erwiesen. Jede Behandlung, die in einem Einkaufszentrum angeboten oder als Lebensverlängerung vermarktet wird, verdient sofortige Skepsis. Echte Fortschritte werden nicht von Hype kommen, sondern von rigoroser Wissenschaft und reproduzierbaren Ergebnissen mit behördlicher Aufsicht.

Die Auswirkungen der Lebensverlängerung sind tiefgreifend und gehen weit über die Medizin hinaus. Die körperliche Gesundheit kann ohne die gleiche Aufmerksamkeit für die emotionale, ethische und wirtschaftliche Gesundheit nicht vorankommen. Eine Welt, in der die Menschen deutlich länger leben, erfordert ein neues Wirtschaftsmodell, das sich auf eine generationenübergreifende, mehrstufige Beschäftigung konzentriert, in der eine Person verschiedene Karrieren verfolgen kann, die für verschiedene Lebensphasen geeignet sind, anstatt den traditionellen dreistufigen Bogen von Bildung, Arbeit und Ruhestand. Eine solche Welt würde auch einen neuen Respekt vor dem Altern erfordern.

Politische Entscheidungsträger, Aufsichtsbehörden, Versicherer und Pensionsfonds sollten beachten: Wenn die Wissenschaft ihr Versprechen einhält, könnten die Menschen ein Jahrzehnt oder länger leben – und diese Jahre würden bei guter Gesundheit verbracht werden. Das wirft schwierige Fragen auf: Macht der Ruhestand mit 65 noch Sinn? Wie finanzieren wir längere Leben und halten sie zielgerichtet? Wir haben eine solche Zukunft nicht geplant, und es ist an der Zeit, damit anzufangen.

Das Altern, einst eine Unvermeidlichkeit, wird zu einer Grenze. Und zum ersten Mal bietet die Wissenschaft Grund zu der Hoffnung, dass die Zukunft jünger sein könnte, als sie aussieht.

Übersetzt mit DeepL

Ein spannender Ausblick in Diamandis TechBlog

Auf Peter Diamandis bin ich vor vielen Jahren durch seine Bücher Abundance und Bold aufmerksam geworden. Er ist ein absoluter Technologie-Optimist und versteht seine Ideen unter das Volk sowie die besten Köpfe in den unterschiedlichen Feldern zusammenzubringen.

Alljährlich veranstaltet er den Abundance Summit zu Themen und mit Referenten, die unser aller Zukunft beeinflussen werden.

Ich denke, dass das für Unternehmer in Deutschland erfrischend sein wird zu lesen und Interesse an diesen Themen zu finden. Deshalb habe ich seinen aktuellen Beitrag aus The Tech Blog fix mit DeepL übersetzt und hier bereitgestellt.

Wer mehr darüber wissen will, kann den Link zum Beratungsangebot am Ende anklicken.

Gefährliche Ideen von Elon, Saylor, Schmidt und Kurzweil

Der Abundance Summit 2024 war der beste aller Zeiten. Unter dem Motto „Die große KI-Debatte“ diskutierten wir, ob die digitale Superintelligenz die größte Hoffnung der Menschheit oder unsere größte Bedrohung darstellt.

In diesem Blog fasse ich die wichtigsten Erkenntnisse und Offenbarungen zusammen, die in meinen Diskussionen mit Elon Musk, Eric Schmidt, Nat Friedman, Emad Mostaque, Michael Saylor, Ray Kurzweil und Geoffrey Hinton zur Sprache kamen. 

Lassen Sie uns eintauchen!

 Elon Musk: Wir ziehen KI wie ein supergeniales Kind auf

Eine der außergewöhnlichsten Unterhaltungen fand mit Elon Musk statt. 

Er verglich den Prozess der Entwicklung von KI mit der Erziehung von Kindern. 

Er sagte: „Ich denke, die Art und Weise, wie eine KI oder eine AGI geschaffen wird, ist sehr wichtig. Man zieht eine AGI auf. Es ist fast so, als würde man ein Kind großziehen, aber es ist ein supergeniales, gottähnliches Kind, und es kommt darauf an, wie man ein solches Kind großzieht … Meine Schlussfolgerung ist, dass der beste Weg, um KI-Sicherheit zu erreichen, darin besteht, die KI in Bezug auf das Grundmodell zu züchten und sie dann so abzustimmen, dass sie wirklich wahrhaftig ist. Man darf sie nicht zwingen zu lügen, auch wenn die Wahrheit unangenehm ist. Das ist sehr wichtig. Zwingen Sie die KI nicht zum Lügen.“

Ich denke, Elon hat ein gutes Argument dafür, eine KI nicht zum Lügen zu zwingen. Aber wie Salim schon sagte, bedeutet das Tempo der KI-Entwicklung, dass wir sehr schnell eine KI haben werden, die schlauer ist als wir, was immense Auswirkungen hat – sowohl positive als auch negative.
 

Positiv ist, dass sie schnell zu einem Überfluss führen könnte. Auf der anderen Seite kann KI von böswilligen Individuen eingesetzt werden, um großen Schaden anzurichten, oder sie wird mit Zielen programmiert, die nicht mit dem Besten für die Menschheit übereinstimmen.

Ist KI unsere größte Hoffnung oder unsere größte Bedrohung?

Während meines Gesprächs mit Elon fragte ich ihn nach seinen Ansichten über die Zukunft der Menschheit mit digitaler Superintelligenz. Er schätzte die Wahr- scheinlichkeit eines dystopischen Ergebnisses, bei dem die superintelligente KI die Menschheit auslöscht, auf 10 bis 20 % ein.

Andere wie Ray Kurzweil und Salim sind optimistischer und schätzen die Wahrscheinlichkeit verheerender negativer Auswirkungen der KI auf etwa 1 %. Salim drückt es so aus: „Der Geist der KI ist aus der Flasche und eine Eindämmung ist keine Option mehr. Der intelligenteste Hacker im Raum ist die KI selbst. Unsere Aufgabe ist es, sie gut aufzuziehen, wie Elon vorschlug, und dafür zu sorgen, dass wir einen Superman und keinen Superschurken zur Welt bringen.

Eric Schmidt: KI-Eingrenzung und Regulierung

Das Thema KI-Eingrenzung und Regulierung kam auch in meinem Gespräch mit Eric Schmidt zur Sprache. Einige in der KI-Gemeinschaft sind frustriert über Sam Altman von OpenAI, weil er Modelle öffentlich macht und dann den Regierungen vorschlägt, dass eine Regulierung notwendig ist, obwohl die meisten Experten der Meinung sind, dass eine wirksame Eindämmung oder Regulierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht machbar ist. 

Wie Salim anmerkte, liegt der Schlüssel darin, KI dabei zu helfen, so bewusst wie möglich zu werden – und zwar so bald wie möglich. Je umfassender das Bewusstsein einer KI und ihre Modellierung der Bedürfnisse allen Lebens auf der Erde ist, desto wahrscheinlicher ist ein positives Ergebnis für uns. Wir müssen sie auf eine Zukunft des Überflusses und des Gedeihens für alle hinweisen.

Mike Saylor: Bitcoin wird nicht scheitern

Auf dem Gipfel hatte ich ein 90-minütiges Kamingespräch mit meinem MIT-Verbindungsbruder Mike Saylor, CEO von MicroStrategy (dem größten Bitcoin-Inhaber im Unternehmen). Mike erzählte, wie er seinen Vorstand davon überzeugte, das gesamte Vermögen des Unternehmens im Jahr 2020 in Bitcoin anzulegen. 

Seitdem ist MicroStrategy neben NVIDIA die am schnellsten wachsende Aktie. Wie Salim bemerkte: „Je mehr jemand Bitcoin versteht, desto mehr glauben sie daran.“ Als einer der Teilnehmer des Abundance Summit Mike fragte, ob Bitcoin jemals scheitern könnte, war er entschlossen: „Solange die Welt nicht in eine Orwellsche Situation ohne Eigentumsrechte stürzt, denke ich, dass wir gut dastehen.“

Mike Saylor: Bitcoin ist gleich Freiheit

Einer der denkwürdigsten Momente war, als ich Mike bat, die Idee, dass Bitcoin gleich Freiheit ist, näher zu erläutern. Er sagte: „Meine Meinung zu Bitcoin ist, dass man es tun sollte, weil es Freiheit und Selbstständigkeit, Wahrheit, Integrität und Hoffnung für die Welt repräsentiert.“

In meinem Moonshots-Podcast drückte Salim es poetisch aus: „Web2 bedeutet, sein eigener Chef zu sein. Web3 heißt, deine eigene Bank zu sein“. Zum ersten Mal haben wir ein dezentrales Wertaufbewahrungsmittel, das nicht von Mittelsmännern manipuliert werden kann. Das ist ein unglaublicher Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.

Nat Friedman: Die Entdeckung von „AI Atlantis“

Der KI-Teil des Gipfels wurde von zwei außergewöhnlichen Führungspersönlichkeiten eingeleitet: Nat Friedman, ehemaliger CEO von GitHub, und Emad Mostaque, der vor kurzem als CEO von Stability AI zurückgetreten ist, um sich auf übergeordnete Themen rund um KI-Governance und Dezentralisierung zu konzentrieren.

Die denkwürdigste Aussage von Nat Friedman war die folgende: „Wir haben gerade einen neuen Kontinent entdeckt – KI-Atlantis – auf dem 100 Milliarden virtuelle Doktoranden bereit sind, für ein paar Watt Leistung KOSTENLOS für jeden zu arbeiten.“

Emad Mostaque: „Heute ist das Schlimmste, was KI je sein wird“

Emad Mostaque konzentriert sich nun darauf, wie KI das Gesundheits- und Bildungswesen verändern kann. Wir haben darüber gesprochen, wie KI bald in der Lage sein wird, bahnbrechende Fortschritte in der Physik, Biotechnologie und Materialwissenschaft zu erzielen, indem sie Open-Source-Datenbanken auswertet. Entscheidend ist, dass KI auch dazu beitragen kann, die Replikations- krise in der wissenschaftlichen Forschung zu lösen.

Emad machte die aufschlussreiche Beobachtung, dass „heute das Schlimmste ist, was KI jemals sein wird“. Auch wenn es den Anschein hat, dass derzeit riesige Summen in KI investiert werden, stellte er fest, dass noch mehr Geld für die San Francisco Railway ausgegeben wurde. Wir befinden uns wirklich noch in den Anfängen und haben noch viel Raum für Wachstum.

Ray Kurzweil: Ein paar visionäre Vorhersagen

Als Nächstes kam der Visionär Ray Kurzweil zu uns, Salims und mein langjähriger Mentor und Kollege. Im Jahr 1999 sagte Ray Kurzweil voraus, dass wir bis 2029 eine KI auf menschlichem Niveau haben werden. Damals spotteten die meisten Experten und behaupteten, dies sei noch 50 bis 100 Jahre entfernt.

Heute lacht niemand mehr.

Wie Salim witzelte: „Ray hat die unglaubliche Fähigkeit, lächerliche Prognosen abzugeben, die sich in den meisten Fällen als wahr herausstellen.“ Seine Erfolgsbilanz bei technologischen Prognosen liegt bei erstaunlichen 86 %. Wenn Ray Recht hat, werden wir bis 2029 die „Fluchtgeschwindigkeit der Langlebigkeit“ erreichen, bei der jedes Lebensjahr zu mehr als einem zusätzlichen Jahr Lebenserwartung führt, vor allem dank KI-gesteuerter Gesundheitstechnologien.

Im letzten Jahrhundert haben wir die durchschnittliche Lebenserwartung bereits um etwa 4 Monate pro Jahr erhöht. Mit den exponentiellen Fortschritten bei Stammzellen, Gentherapien, Organregeneration und CRISPR könnten wir bald einen Wendepunkt erreichen, an dem sich die Lebenserwartung um mehr als ein Jahr pro Kalenderjahr erhöht – und damit eine unbegrenzte Lebensdauer ermöglicht. 

Sich eine Zukunft vorzustellen, in der der Tod optional ist, ist verblüffend. Wie Salim feststellte, „sind wir in der gesamten Geschichte der Menschheit und jeder Spezies auf der Erde auf den Tod hin geboren worden … es ist wirklich schwer, sich die Implikationen dessen vorzustellen“.

Ray malte auch eine Vision von der Zukunft mit Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI) mit hoher Bandbreite, die unsere Neokortex mit der Cloud verbinden. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Google in Ihrem Kopf! Noch verrückter ist die von Salim beschriebene Aussicht, dass unsere Gehirne zu einem „Bienenstock-Bewusst- sein“ zusammen- wachsen. In meinem Buch The Future is Faster Than You Think bezeichne ich dieses Entstehen als „Meta-Intelligenz“.

Geoffrey Hinton: Das Maschinenbewusstsein ist im Kommen

Zum Schluss kam der „Pate der KI“ Geoffrey Hinton zu uns, um über das maschinelle Bewusstsein zu sprechen. Werden KIs irgendwann ein Bewusstsein entwickeln, das wir erkennen können? Geoffrey und ich glauben beide, dass die Antwort Ja lautet. 

Auch Salim stimmt dem zu und stellt fest, dass wir zwar keine klare Definition und keinen Test für maschinelles Bewusstsein haben, es aber keinen prinzipiellen Grund gibt, warum wir die Kernbestandteile des menschlichen Bewusstseins nicht in Silizium statt in Kohlenstoff nachbilden könnten. Er verweist auf die Androidenfigur Data aus Star Trek als ein gutes Modell für das, was wir letztendlich erschaffen könnten.

Abschließende Überlegungen

Zweifellos erleben wir die außergewöhnlichste Zeit der Menschheitsgeschichte. 

Auch wenn die Meinungen über die Zeitspanne bis zur AGI auseinandergehen – von Elons 1 bis 2 Jahren bis hin zu Hintons 10 bis 20 Jahren – so besteht doch weitgehend Einigkeit darüber, dass das Ziel bereits feststeht und sich schnell nähert. 

Auf dem Weg dorthin wird es Hindernisse geben, aber ich bin sehr optimistisch, dass die Zukunft, auf die wir zusteuern, von unvorstellbarem Wohlstand und Überfluss geprägt sein wird. 

Welche neuen Aussichten werden wir entdecken, wenn wir die Segel in Richtung KI-Atlantis setzen? 

Ich persönlich kann es kaum erwarten, das herauszufinden!

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