Lesenswertes

Gerade zurück vom jährlichen Deutschlandbesuch (hier) habe ich ein dickes Buch im Gepäck und ein weiteres auf meiner Wunschliste.

Ersteres ist ein 684 Seiten dicker Wälzer, kleine Schrift und enge Zeilenabstände. Aber wenn mich erstmal die Grundidee eines Buches fasziniert hat, ist es schwer mich davon abzubringen. Obwohl der Autor sich mit vielen Wiederholungen, historischen Personen aus dem Mittelmeerraum und schwerverständlichen Tabellen alle Mühe gibt mich abzuschrecken, macht er das mit seiner „Theorie“, seinen humorvollen Anekdoten und überraschenden Einsichten mehr als wett.

„Antifragilität“ ist ein Werk von Nassim Nicholas Taleb, der für mich mit „Der Schwarze Schwan“ bekannt und interessant wurde. Das bekannteste Schwarze-Schwan-Ereignis hat sich übrigens am gestrigen Tag, 9/11, zum 22. Mal gejährt.

Die Theorie: Ein Unternehmen, das bei einem widrigen Marktereignis aus den Latschen kippt, ist fragil, zerbrechlich. Taleb postuliert, dass das Gegenteil von fragil nicht etwa robust ist, sondern antifragil. Wortklauberei? Nein.

Ein robustes Unternehmen übersteht das widrige Marktereignis mehr oder weniger unbeschadet. Für das antifragile Unternehmen führt das gleiche Marktereignis dazu, sich neu aufzustellen und besser zu werden, als man vorher war.

Wenn das Leben Dir Zitronen aushändigt, nimm Tequila und Salz hinzu.

Das Buch auf meiner Wunschliste ist von Walter Isaacson, der schon die Biographie des Apple-Co-Gründers Steve Jobs geschrieben hat. Diesmal geht es um Elon Musk. Die Liste dessen aktueller Unternehmungen liest sich eindrucksvoll:

  • Space X macht die Raumfahrt mit wiederverwendbaren Raketenstufen viel erschwinglicher als je zuvor
  • Starlink bringt schnelles Internet in jeden Winkel des Globus
  • Tesla Energy installiert Solar- und Speichersysteme, kombiniert zu Virtuellen Kraftwerken. Dafür gibt es unendlich viele Einsatzfälle. Die Energieversorgung eines Industrielandes gehört allerdings nicht dazu
  • Tesla Auto entwickelt sich gerade zum Alptraum konventioneller Hersteller, wegen Fahrspaß, hocheffizienter Fertigungsmethoden und lokaler Null-Emmisionen.
  • Tesla AI wird demnächst mit voller Autonomität ein ganz neues Kapitel im Straßenverkehr eröffnen. Schon jetzt fahren 5 Millionen Tesla PKW in der Welt herum und erfassen Daten, die in einem Neuronalen Netz dann als Grundlage für autonomes Fahren genutzt werden.
  • Mit Optimus befindet sich ein AI-gestützter Universal-Roboter in fortgeschrittener Entwicklung
  • X, früher Twitter, wird nach der Übernahme durch Elon Musk zur universellen Kommunikationsplattform, mit freier Meinung und ohne alberne Wokeness
  • Die langweilige Boring Company untertunnelt ganze Städte und bringt lokal emmissionsfreie Fahrzeuge ohne Stau von einem Ort zum anderen

Ganz bestimmt gibt es für Unternehmer einiges zu lernen, wie z.B. seinen Algorithmus, der den Mitarbeitern immer wieder vorgebetet wird:

  • Hinterfrage jede Anforderung
  • Eliminiere überflüssige Teile oder Schritte
  • Vereinfache und optimiere
  • Verkürze die Taktzeiten
  • Automatisiere

Sicher werde ich in späteren Postings auf diese beiden Bücher zurückkommen.

Wenn Sie diesem Blog folgen wollen, dann bitte Email-Adresse angeben. Diese wird in keinem Fall mit Dritten geteilt. Den Post selbst können Sie gern teilen.

Folgen Sie @u_wegweiser auf X

Beratungsangebot hier

Besuchen Sie auch meinen Blog besserpanama.com. Mehr von mir gibt es in der edition besserpanama bei Amazon.

KMU und Digitalisierung

Der Weg ist das Ziel

Internet für Unternehmen gab es erstmals Ende der 1990er Jahre. Dann kam die dotcom-Krise, fegte eine Vielzahl Anbieter vom Markt, und Ernüchterung setzte ein.

In der Abbildung ist das der sichtbare Absturz nach den anfänglich völlig überzogenen Erwartungen.

Wie immer bei neuen Technologien ging es danach richtig los. Mit „zunehmender Erkenntnis“ erreichte man das „Plateau der Produktivität“.

Diesem Technologiezyklus werden wir bei Künstlicher Intelligenz und Blockchain/Bitcoin wieder begegnen.

Der Start für Unternehmen ins Internet-Zeitalter begann um 2000 mit statischen Websites, Internet-Auftritt genannt. Diese wurden bald dynamisch, dann interaktiv, heute zur integrierten Business-Plattform. (Beispiel)

Die Mehrzahl der Unternehmen und Organisationen, sowie insbesondere in der Verwaltung, ist da noch lange nicht angekommen, verschenkt Produktivität und Wettbewerbsvorteile.

Bevor ein Unternehmen sich ernsthaft mit KI und demnächst Blockchain/Bitcoin befassen kann, muss es nicht nur die Grundlagen in Sachen Digitalisierung geschaffen haben, sondern fit darin sein.

Unverzichtbare Grundlagen sind, das Wissen im eigenen Unternehmen aufzubauen, eine Digitalisierungsstrategie zu verfolgen und über die notwendige Infrastruktur zu verfügen. Letzteres ist einfach und wird meist von externen Dienstleistern bereitgestellt.

Digitalisierung, KI und Blockchain/Bitcoin sind die Domänen der jungen Generation. Es gilt, im eigenen Unternehmen die zu finden, die sich für mehr als Netflix und Tik-Tok interessieren, sich schon Wissen angeeignet oder sogar schon eigene Miniprojekte realisiert haben, und nur auf eine Herausforderung warten.

Neben der Aktivierung eigener Fachkräfte auch kann die Vergabe spezifischer Praktikums- oder Abschlussarbeitsthemen an Absolventen regionaler Bildungseinrichtungen der Weg sein, um Wissen zu kumulieren und schnell umsetzbare Lösungen zu generieren.